#Rezension – Der gefrorene Rabbi

von Steve Stern

Verlag: Blessing Verlag

vielen Dank an den Verlag, für das Rezensionsexemplar 
 
http://www.randomhouse.de/search/searchresult.jsp?ssit=qus&pat=Der+gefrorene+Rabbi&pub=1&acsel=true

Inhalt Quelle Blessing Verlag:
eim Durchwühlen der Gefriertruhe stößt der gelangweilte Teenager Bernie Karp zwischen Tiefkühlpizzas und Koteletts zufällig auf einen Eisblock, in dem ein bärtiger alter Mann eingefroren ist. Ein Rabbi, wie seine ebenso gelangweilten Eltern ihm erklären, der innerhalb der Familie als eine Art Talisman über Generationen weitergereicht wurde.

Bei einem Stromausfall geschieht das Unglaubliche: Der Rabbi taut auf und erwacht zu neuem Leben. Der aus der Zeit gefallene heilige Mann entwickelt ungeahnte Energien und entdeckt lukrative Entfaltungsmöglichkeiten in der modernen Welt. Während der Rabbi in einem Einkaufszentrum das „Haus der Erleuchtung” gründet und gestressten Managern und frustrierten Hausfrauen das Seelenheil verkauft, glaubt Bernie, endlich einen Sinn in seinem Leben gefunden zu haben. Er findet nach und nach heraus, wie der gefrorene Geistliche von einem polnischen Schtetl des neunzehnten Jahrhunderts in eine Gefriertruhe im Memphis der Gegenwart geraten ist, und will das Familienerbe bewahren. Doch der Rabbi macht nichts als Ärger.

Der vielfach preisgekrönte Autor gilt als legitimer Nachfolger von Isaac Bashevis Singer.

Die lettra.tv-Redaktion empfiehlt ”Der gefrorene Rabbi”

Meine Meinung:
 

Das Buch erzählt 2 Geschichten. Einmal die Vergangenheit ab 1889, wo der Rabbi Elieser ben Zaphir eingefroren wurde und dann nach Amerika kam, und dann ab 1999, wie der Rabbi im „Jetzt“ auftaut.

Den Anfang des Buches fand ich recht schwierig, da der Autor viele Schachtelsätze und ebenfalls viele  jüdische „Fachwörter“ verwendet. Das Glossar am Ende ist nicht so hilfreich, da ich keine Lust habe, bei jeden dritten Satz nachzuschlagen. Fußnoten mit kurzen Erklärungen hätte ich, bei den vielen Fremdwörtern, besser gefunden.

Ein Beispiel Zitat: „Bis dahin hatte sich der Weise immer darauf verlassen können, das ihm der schulklaper, der die Gläubigen zum Gebet rief, den Zeitpunkt der Wiedervereinigung von Körper und Seele anzeigte, doch die Sturzflut übertönte alle Geräusche über der Oberfläche des Teiches, der rasch zum See anschwoll.“ 

Ich mag zwar auch lange Sätze, aber hier stand ich doch manchmal vor den Abbruch des Buches. Ich kann ja noch verstehen, dass man diese Schreibweise bei der Geschichte ab 1889 verwendet, aber ab 1999 hätte ich mir modernere Formulierungen gewünscht. Dadurch wirkte das Buch sehr sehr langatmig. 

Die Geschichte an sich fand ich gut obwohl es mir teilweise an Spannung gefehlt hat. Es konnte mich irgendwie nicht komplett überzeugen und berühren.

Die Charakter hatten teilweise zu übertriebene Eigenschaften, so dass sie für mich, eher als „Karikaturen“ rüber kamen. Am besten haben mir Jochebed und Schmerl gefallen. Ich fand ebenfalls das die Geschichte um Jochebed die spannendste war.

3 Sterne habe ich vergeben, da ich denke, dass der Autor sehr gut über die historischen Hintergründe recherchiert hat und das man einen guten Einblick in das damalige jüdische Leben bekommen hat.


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