#Rezension und Leserunde Lovelybooks

Ich nehme an der Leserunde von Lovelybooks teil.
Es geht um das Buch: So kalt wie Eis, so klar wie Glas von Oliver Schlick
Wer noch gerne teilnehmen möchte kann gerne hier mitmachen.
Heute frisch von der Post bekommen 😉


Rezension:

Ich werde mal mit den positiven Sachen anfangen. Das Cover des Buches finde ich wirklich wunderschön und es passt perfekt zur Geschichte. In den Schreibstil des Autors konnte ich mich sehr gut rein finden und das Buch las sich sehr flüssig.
Die Geschichte und die Idee rund um die Schneekugel fand ich einfach nur Klasse. Ich hatte bisher auch noch nichts derartiges gelesen. Auch die winterliche Stimmung wurde sehr gut rübergebracht, wenn man sich die Protagonisten wegdenkt. 

Dennoch hat das Buch nur 2 Sterne bekommen, da ich die Protagonisten total überzogen und unglaubwürdig fand, deshalb wurde ich auch immer aus den Spannungsmomenten rausgerissen.
Fast jeder Charakter ist nach Klischees aufgebaut, was man ja in vielen Büchern hat und teilweise auch braucht, aber in diesem Buch sind diese dann auch dermaßen übertrieben und werden in fast jeder Szene dann auch nochmal erwähnt oder übertrieben dargestellt, so dass, es Teilweise echt lächerlich wirkt. Manchmal dachte ich, ich lese eine schlechte Komödie. 

Dabei enthält das Buch auch ernste Themen, denn die 18 jährige Cora verliert in diesen Buch Ihre ganze Familie und man merkt nicht den Ansatz von Trauer. 

Auch andere Charakteren in diesen Buch sterben und auch da merkt man keine Anteilnahme es geht einfach so weiter als wäre nichts geschehen im Gegenteil dann tauchen noch Karikaturen von Polizisten auf die natürlich auch total unlogisch dargestellt werden. 

Es gibt auch Kokainabhängige in diesen Buch, da frage ich mich noch bis jetzt: „Warum?“. Was sollte denn diese Nebengeschichte. Das hatte mit den Hauptthema am Ende NICHTS zu tun. Warum bringt man sowas mit ein. 

Und ich könnte noch so viele Dinge mehr aufzählen die ich nicht gut fand, darum konnte ich auch nur 2 Sterne vergeben. 

Das Buch hatte durchaus Potenzial, leider wurde dies durch die übertriebenen Charaktere total kaputt gemacht. Es ist zwar ein Jugendbuch deshalb muss aber doch nicht zwingend alle Charaktere so darstellen, dass 12 jährige sich bei jeder Szene totlachen.

Leserunde:
Meine Meinung zum Cover:

Ich finde das Cover sehr sehr schön. Vorallem sieht das Buch auch ohne Schutzumschlag echt Klasse aus, das ist mir auch wichtig da ich beim lesen den Schutzumschlag immer entferne.

Meine Meinungen zum Buch:

1. Abschnitt bis Seite 102:

Mich konnte das Buch nicht von Anfang an fesseln. 
Mir hat am Prolog und auch am ersten Abschnitt „das gewisse Etwa gefehlt“. Ich könnte zum Beispiel im Moment nicht beschreiben, wie sich Cora bei der Beerdigung gefühlt hat. Desweiteren kann ich mir auch nicht vorstellen, dass eine 18 jährige, bei der Beerdigung der eigenen Mutter, die kompletten anderen Gäste beschreibt oder wahrnimmt. Da find ich die „ich Perspektive“ um die Personen zu beschreiben nicht so gelungen. 

Ab der Handlung in Rockenfeld fand ich das Buch dann deutlich besser. Es nimmt nun an Spannung zu und die Charaktere haben auch ein bisschen mehr Tiefe. Ich hoffe dennoch das wir noch mehr über die Personen erfahren werden. 

Besonders hat auch mir die Schulszene gefallen und ich kann mich nun immer mehr in die Personen hineinversetzten.

Natürlich bin auch ich gespannt wie es mit den mysteriösen Nicklas weiter geht. Ich werde gleich mal weiterlesen. 

2. Abschnitt bis Seite 200:

Ein ständiges auf und ab.

Der Start des Zweiten Abschnittes ist sehr spannend. Jedoch wünsche ich mir auf jeden Fall noch mehr Szenen mit  Cora und Moritz.

Die Dialoge zwischen Cora und Jacob fand ich jedoch manchmal langweilig und nehmen mir immer mal wieder die Spannung.
Das sind dann meistens die Teile wo ich abschweife vom Buch und mich dann doch mal mit anderen Dinge beschäftige. Daher kann ich jetzt schon sagen, dass es kein 5 Sterne Buch wird.

Der besondere Humor von Cora gefällt mir sehr gut.

Das Treffen mit Marlen fand ich toll und auch die Geschichte des „Märchens“ vor allem aber Ihre Schneekugeln. Allerdings auch da schweift der Autor meiner Meinung danach wieder ab indem er erzählt, was da für ein Foto steht und was Sie auf den Foto anhaben etc..  Das interessiert mich persönlich nicht und nimmt mir echt die Spannung. Ich kann mir auch nicht vorstellen das, dass irgendwas mit den Geheimnis zu tun hat.

Auch danach der komplette Absatz mit Elsa, wo Sie in der Wanne sitzt und beide dann Whiskey trinken, hat mir gar nicht gefallen. Ich fand das hat nichts mit der Geschichte zu tun ist völlig nichtssagend für die Geschichte. Ich weiß auch nicht was der Autor mit der Szene Ausdrücken wollte. Sollte das eine humorvolle Einlage sein? Wenn ja, dann ist der Witz an mir vorbei gegangen. Auch die nächste Szene mit Elsa und den verbrannten Vanillekipfel hätte man getrost streichen können und lieber noch Moritz einbauen. Warum fragt Cora denn in diesen Szenen Elsa nichts mehr zu den Schneekugeln oder über die Geheimnisse?

Das einzige was mir an der Szene mit den Whiskey gefallen hat, war, dass man von Cora die erste Gefühlsregung erlebt hat, was den Tod der Mutter anging.

Zwischen diesen Szenen bin ich jedoch voll und ganz im Geschehen drin und kann auch Coras Gedankengänge gut nachvollziehen und öfters schmunzeln.
Das ist natürlich jetzt meckern auf hohen Niveau, nicht das man mich falsch verseht. Ich fand das Buch bis jetzt im gesamten gesehen trotzdem sehr gut mit kleinen Abzügen. Besonders gut finde ich auch immer mal wieder diese kleinen Sequenzen zur Metal- Rock und Punkmusik. Aber das ist sicher auch Geschmacksache und dazu wird nicht jeder eine Bezug haben.
Generell ist die ganze Geschichte rund um die Schneekugeln sehr einzigartig und kreativ.


Abschnitt 3 bis Seite 291:

Der Abschnitt startete mega spannend und ich war super gefesselt bis ich zur Seite 274 kam. 

Dort kam die Szene mit den weinenden Polizisten und ich frage mich: „Wieso tut man sowas?“. Das ist doch einfach eine so lächerliche Szene, die überhaupt nicht ins Geschehen passt und mich persönlich aus meinen Lesefluss rausgerissen hat. Vielleicht versteh ich ja einfach den Humor nicht. Ich finde jedoch, dass das die Spannung, für mich total kaputt gemacht hat. Ich brauch in der Geschichte solche „Witzfiguren“ nicht und fand es auch in diesen Teil des Buches völlig unpassend.


Bis zu dieser Stelle hatte ich auch die 74 Seiten komplett in einen durchgelesen.

Letzer Abschnitt:
Ich hatte eigentlich gar keine Lust mehr das Buch zu Ende zu lesen. Mich haben die überzogenen Charaktere einfach nur noch genervt.

Mein Interesse am Ausgang der Geschichte war leider nicht mehr da. Daher habe ich den letzen Abschnitt auch nur Widerwillen gelesen.

Und fand auch diesen nicht überzeugend. Es gab für mich keine „WOW“ Effekte. Die Geschichte plätscherte weiter so vor sich hin. Es gab natürlich auch wieder Spannende Stellen aber die Figuren gingen mir echt so auf den …. das ich da nicht drüber weg sehen kann.

Es fängt an mit der überspitzten Psychologin zum komischen Dialekt von Valentin und zu Letzt das Cora selber immer Katzenvieh sagt. Ich bin einfach froh das ich mich nun besseren Büchern widmen kann.



 

 

 

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