#Rezension – Vor hundert Jahren und einem Sommer

von Jürgen-Thomas Ernst

Verlag: braumüller

vielen Dank für Leseexemplar an vorablesen.de

 

 

Da ich das Buch nach circa 100 Seiten abgebrochen habe, gibt es keine Bewertung mit Sternen.

Inhalt Quelle Verlagsseite:
Wie entkommt man der Armut, den Wirrnissen der Zeit und dem eigenen Schicksal? Annemie versucht allen Umständen zum Trotz, unbeirrbar an ihren Ideen und Visionen festzuhalten und diese auch um­­zusetzen. Doch das Leben erwartet sie immer wieder mit Schwierigkeiten, die es zu überwinden gilt.

Annemie wird als lediges Kind geboren und wächst als Pflegekind im Dorf der Kirschen auf. Als die Eifersucht der Ziehmutter erwacht, verlässt sie das Dorf, lebt kurze Zeit in einem Armenhaus, ehe sie ein wohlhabender Experimenteur bei sich aufnimmt. Ein Jahr später flüchtet Annemie schwanger in den Süden, wo sie auf einer Seidenraupenplantage Arbeit findet. Als sie nach einem neuerlichen Schicksalsschlag in ihre Heimat zurückkehrt, scheint das private Glück zum Greifen nahe. Sie begegnet Jonathan.
Die Sehnsucht eines Fabrikanten nach reifen Kirschen im März wird zu ihrer Passion. Denn für jede einzelne reife Kirsche, die ihm vor dem fünfzehnten März geliefert wird, bietet er zwei Goldmünzen. Jonathan und Annemie errichten ein Glashaus, um das Unmögliche möglich zu machen. Der Plan gelingt und lockt bald zahlreiche Nachahmer an, die Annemie und Jonathan noch kurz zuvor verspottet und verhöhnt haben. Doch dann bricht ein großer Krieg aus und lässt den Wunsch nach reifen Kirschen im Winter nur noch lächerlich erscheinen. Für Annemie beginnt erneut eine Zeit voller Hoffen und Bangen – und ein Warten, ob ihr Mann jemals wieder aus dem Krieg zurückkehren wird.
Ein märchenhafter Entwicklungsroman über eine Frau, die versucht, ihre Existenz zu sichern und dennoch ihre Träume nicht aus den Augen verliert. Jürgen-Thomas Ernst legt eine spannende und berührende Geschichte voller Überraschungen und Wendungen vor, der man sich nicht entziehen kann.

Meine Meinung:

Es tut mir voll Leid aber ich habe das Buch abgebrochen.
Ich konnte es einfach nicht zu Ende lesen. Dieser Schreibstil macht mich einfach aggressiv. Wie kann man solange Passagen mit Beschreibungen des Wetters verbringen? Die Geschichte hätte mich ja wirklich noch interessiert aber es geht einfach nicht.  Der Autor beschreibt einfach zu viel unnütze Dinge in diesem Buch die meinen Lesefluss einfach immer wieder stoppen und ich komme nicht voran und verliere die Lust zum lesen.
Um mal ein Beispiel zu zitieren Seite 62: „Als die Zieheltern später vor dem Gasthaus wieder nach den Schlitten griffen, stand Annemie im Licht der Glühbirne neben einigen Pferden, die gerade Heu fraßen, dass man Ihnen auf den Flach gedrückten Schnee ausgelegt hatte.“
1. Logisch das der Schlitten immer noch vor dem Gasthaus steht und nicht im Gasthaus, selbst wenn der nun hinter oder neben den Gasthaus stehen würde ist das ein Detail, welches für die Geschichte doch völlig egal ist.
2. “ die gerade Heu fraßen, dass man Ihnen auf den Flach gedrückten Schnee ausgelegt hatte.“ …aha, mh tolle Information …. nach „fraßen“ hätte man einfach einen Punkt setzten können oder schon nach Pferden.
Ich weiß, dass das jetzt sicher ein bisschen hart klingt und ich weiß natürlich auch zu schätzen was der Autor für Arbeit mit diesem Buch hatte und möchte es auf keinen Fall runtermachen, aber ich stelle mir Dinge die ich lese einfach gern auch selber vor und möchte nicht jedes Mega kleine Detail vom Autor präsentiert bekommen. Ich bin aber sicher, dass es genug Leute geben wird, die das Buch lieben. 
Ich habe bis circa Seite 100 gelesen und die Geschichte konnte mich auch packen. Aber einfach nicht diese Wortgewandtheit. Meinetwegen hätte das Buch wirklich um 200 Seiten gekürzt werden können. Man sehe sich da nur mal die Seite 57 an, Beginn Kapitel 6, eine ganze Seite nur Beschreibungen einer Winterlandschaft und das ist in dem Buch auch kein raus gepicktes Beispiel sondern wirklich ständig so, dass die Gegend die Natur und vor allem die Wetterlage beschrieben wird. Leider rückt da für mich die Story in den Hintergrund und es entstehen langatmige Stellen.
Ich könnte das Buch natürlich jetzt noch grob überfliegen und behaupten ich hätte es zu Ende gelesen aber ich denke das dies nicht der Sinn der Sache ist. Auch könnte man jetzt vielleicht fragen, ob ich das nicht schon bei der Leseprobe gemerkt hätte.  Ja, auch da ist mir die Detailliertheit bereits aufgefallen jedoch ist in so einen kleinen Abschnitt das Ausmaß nicht ersichtlich gewesen und dort war es vor allem die Geschichte die mich überzeugt hat.
Dennoch möchte ich mich bei dem Autor und Vorablesen Team für das Rezensionsexemplar bedanken wer vlt. schon Leser meines Blog ist, weiß dass ich auch bei anderen Autoren Detailliertheit nicht mag. Also bitte an alle die das Buch mögen, nicht persönlich nehmen, das ist reine Geschmacksache.


4 thoughts on “#Rezension – Vor hundert Jahren und einem Sommer”

  1. Hallo Jessi,

    vielen Dank für Deinen netten Kommentar. Ja das ist mal wieder so ein Buch, bei dem man eindeutigt merkt, dass Bücher auch Geschmacksache sind.

    Ich freu mich das du mir gleich mal folgst. Demnächst wird es auch mal ein Dankeschön Gewinnspiel für alle Follower geben.

    Lg
    die Yvi

  2. Hallo Yvi!

    Ich finds gut, dass du so Dampf ablässt! Mich stört es auch, wenn man dem Leser jegliche Gestaltungsmöglichkeit der Bilder im Kopf nimmt, wenn auf jegliches Detail eingegangen wird. Schrecklich. Vom Stocken des Leseflusses mal abgesehen.

    Und die Worte finde ich nicht zu hart. Manchmal geht's mir auch so mit Büchern und dann den richtigen Ton in der Rezi zu finden, ist genau dann so schwierig, weil man sich so durchs Buch quält und dann evtl. noch eine Rezi dazu verfassen muss, und auch berücksichtigt, dass es einem persönlich einfach nicht zusagt.

    Aber Kopf hoch! Bei deinen vielen Neuzugängen findet sich bestimmt das eine oder andere Buch, was dich wieder richtig begeistert! 😉

    Liebste Grüße
    Becca

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