#Rezension – Die Herren der grünen Insel

von Kiera Brennan

Verlag: blanvalet

vielen Dank für das Rezensionsexemplar 

€ 19,99 [D]
€ 20,60 [A] | CHF 26,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-7645-0559-2

NEU
Erscheint: 15.02.2016 

Inhalt Quelle Verlagsseite:

Irland 1166: Die Grüne Insel ist in viele kleine Reiche zersplittert, die sich unerbittlich bekriegen. Könige fechten langjährige Fehden aus, und selbst die friedliebendsten Untertanen werden in den blutigen Machtkampf hineingezogen. Zugleich droht ein gemeinsamer Feind in Irland einzufallen: Henry Plantagenet will die Insel an sich reißen. Werden sich die Herren der Grünen Insel vereinen und sich gegen den König von England stellen? Und welche Rolle spielen der grausame Krieger Ascall und die von ihm entführte Caitlín in diesem Kampf um Macht und Blut?

Meine Meinung:

Als erstes muss ich sagen, dass ich mich wirklich sehr auf dieses Buch gefreut habe. Das Genre ist genau mein Thema und auch diese Seitenzahl Schreck mich in der Regel nicht ab.

Um so enttäuschter bin ich leider auch über den Inhalt des Buches.

Es ist ein Rezensionsexemplar und ich bedanke mich hier auch nochmal, dass ich es kostenlos lesen durfte, aber dennoch werde ich es fair bewerten.

Man merkt in den Buch sehr deutlich, wie viel Liebe, Zeit für die Recherche und Arbeit in dieses Buch gesteckt wurde, umso mehr tut es mir leid, dass ich nur 2 Sterne vergeben konnte. Aber ich hatte in diesem Jahr mehrere 3 Sterne Bücher, die mir deutlich besser gefallen haben.

Nun kommen wir mal zum Buch. Der Schreibstil hat mir Anfang noch sehr gefallen, weil man sich durch die detaillierten Beschreibungen sofort in die Szenerie hineinversetzen konnte. Aber irgendwann wurde das Ganze zu viel. 

Die Autorin beschreibt in diesen Buch einfach zu viel wodurch die Spannung und teilweise dann auch die Handlung total verloren geht. Es gibt aus meiner Sicht auch viel zu viele unnütze Beschreibungen. Man hätte das Buch gerne um 300 Seiten kürzen können.

Um nur mal 2 Beispiele aufzuführen:

Zitat: Seite 279

„….Als Pol ins Freie trat, verblasste das Augustblau des Himmels bereits, und der schmale Fluss Teifi mit dem steil herabfallenden Ufer war fast schwarz. Die Äste der Eichen, die ihn säumten, hingen im Wasser, ihre Wurzeln gruben sich in die weiche Erde, in die man knietief versank. Pol selbst war das erspart geblieben denn……..“

Warum beschreibt man hier, mal wieder so genau die Landschaft? Ich verstehe das nicht. Irgendwann  ist doch bei dem Leser ein Punkt erreicht, wo man sich alles vorstellen kann und dann möchte man nur noch Beschreibungen lesen, wenn sie auch für die Handlung wichtig sind. Mich interessiert in diesem Beispiel doch gar nicht ob man da versinken kann, wenn dann am Ende keiner versinkt. Oder sehe ich das falsch?

Zitat: Seite 280

„…..Schon nahmen Sie die eine unebene Treppe nach unten, wo sie auf eine Tür aus alten, schweren Holzbalken stießen. Sie war mit Eisen beschlagen, das rostig wirkte, die Holzritzen waren so breit, dass man den kleinen Finger hindurchstecken könnte – zumindestens dort wo kein Schimmel war. … „

Auch hier interessiert mich wirklich nicht, wie die Tür aus sah. Ich könnte auch auf 281 gleich wieder das nächste Beispiel aufführen, wo die Autorin wieder ins Detail geht. Mir ist schon klar, dass die Autorin den Leser damit einfach näher bringen wollt, wie heruntergekommen der Aufenthaltsort in diesem Moment war, aber mir hätte da ein einfache Satz, dass alles dreckig und schäbig wirkt, gereicht.

Was ich an den Beschreibungen aber noch am schlimmsten fand, dass sogar Dialoge damit unterbrochen wurden. Das ging für mich überhaupt nicht, weil man dadurch komplett rausgebracht wurde und natürlich das flüssige und spannende Lesen unterbrochen wurde. Gerade von Dialogen wirkt ein Buch doch sehr oft noch emotionaler und spannender. Ein Beispiel hierfür findet man auf Seite 298 und 299.

Ab Seite 450 habe ich das Buch auch nur noch grob überflogen weil es einfach zu anstrengend und langatmig war weiter zu lesen.

Ich finde es auch sehr Schade, dass man dieses Buch so sehr mit Game of Thrones und Outlander angepriesen hat, vielleicht war dadurch die Erwartungshaltung und die Freude zu groß.  GoT und Outlander waren auch beides so dicke Bücher aber wirklich deutlich spannender.

Das Buch war wie die GoT Reihe aufgeteilt. Wir hatten hier immer verschiedenen Kapitel die jeweils einen Geschichte von einen Charakter erzählten. Die Fülle an Charaktere hat mich persönlich nicht gestört, jedoch läuft man bei so vielen Charakteren Gefahr, dass der Leser den ein oder andern uninteressant finden kann.

Wenn ich jetzt mal von den Beschreibungen absehe fand ich ein paar Charaktere in den Buch sehr gut z. Bsp Roisin, Ascall und Ailillan. Während ich Pol eher langweilig fand. Dieser nahm jedoch eine Große Fülle in diesem Buch ein. 

Leider war auch die Handlung nicht besonders gut. Ich hätte mir einfach mehr „action“ gewünscht. Dieser Krieg und diese Intrigen die hier gesponnen werden sind eher so eine Art „kalter Krieg“. Währen bei GoT bereits Köpfe rollen wird hier teilweise nur darüber geredet und mal der mit dem verheiratet und Familie X geht mit Familie Y ein Bündnis ein. Das ist einfach wirklich nicht meins.

Desweiteren hat mir an den Charaktere auch Tiefe gefehlt. Es kam bei mir auf der Emotionalen ebene, außer bei Ascall und Ailillan, einfach nichts an. Wir haben zwar zu den einzelnen Charakteren immer mal durch Rückblenden etwas aus der Vergangenheit erfahren aber mir hat, dass nicht emotional nicht gereicht. Ich habe zum Beispiel: die Verbundenheit oder Geschwisterliebe zwischen Caitlin und Riacan nicht merken können. 

Mein Fazit: Die eigentliche Grundidee war nicht schlecht, aber die vielen Beschreibungen haben es einfach langatmig gemacht.




5 thoughts on “#Rezension – Die Herren der grünen Insel”

  1. Na, dann bin ich ja jetzt mal auf das Hörbuch gespannt, was demnächst bei mir eintrudeln wird. Nach deiner Beschreibung hoffe ich jetzt, dass die anscheinend unnötigen Beschreibungen gekürzt wurden. Hörbücher sind ja öfter gekürzt.

    Lieben Gruß

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