#Rezension – Der Totgeglaubte

von Michael Punke

Verlag: Malik Verlag

Übersetzt von: Klaus Timmermann, Ulrike Wasel
320 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-89029-768-2
€ 20,00 [D], € 20,60 [A]
Lieferzeit 3-4 Werktage 
auch als E-Book und als Taschenbuch erhältlich

Inhalt Quelle Verlagsseite:

Er ist dem Tod geweiht – und schlägt sich 3 000 Meilen durch die Wildnis. Eine wahre Geschichte über bitteren Verrat, den Kampf ums Überleben und den Rachefeldzug eines Mannes. Spannend wie ein Thriller.
Hugh Glass ist ein Mann, der das Abenteuer sucht. Und so heuert er bei der Rocky Mountain Fur Company an und zieht als Pelztierjäger durch die schier endlose Weite der amerikanischen Prärie. Durch Land, das im frühen 19.?Jahrhundert noch dem Stamm der Arikara-Indianer gehört und fern jeder Zivilisation ist. Doch Gefahr droht plötzlich von einem ganz anderen Gegner: Bei einem Wachgang am Grand River wird Glass von einem Grizzly angefallen und lebensgefährlich verletzt. Seine beiden Begleiter geben dem Mann keine großen Überlebenschancen. Sie heben ein Grab für den Schwerverwundeten aus und warten auf seinen Tod. Als Indianer in der Nähe des Lagers gesichtet werden, zögern sie nicht lange: Sie nehmen dem Hilflosen Gewehr, Messer und den Rest seiner Ausrüstung ab und lassen ihn in der Wildnis zurück.
Doch wie durch ein Wunder überlebt Glass – und schwört Rache. Mit einem gebrochenen Bein schleppt er sich Tausende von Meilen durch die einsame Prärie auf der Suche nach denen, die ihn so schändlich im Stich gelassen haben.
Eine packend erzählte, historisch verbürgte Geschichte über die verwegene Welt des Wilden Westen.
The Revenant / Der Totgeglaubte ab Januar bei uns im Kino mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle.

Meine Meinung:
Auch bei diesem Buch habe ich wieder sehr zwischen 3 und 4 Sternen geschwankt. Habe mich dann doch für 3 Sterne entschieden, weil ich einige Kritikpunkte habe.

Der Schreibstil war einfach Klasse Michael Punke schafft es genau die richtige Mischung bei den Beschreibungen der Landschaft zu finden, so dass man sich direkt hineinversetzen kann.

Landschaftliche Dinge die beschrieben werden, spielen meist auch eine wichtige Rolle in den darauffolgenden Szenen.

Der Autor verwendet hier einfache Sprache, was ich auch immer mag, es gab also keine langen Schachtelsätze.

Die Hauptcharaktere hatten sehr viel Tiefe und man konnte so einiges nachempfinden.

Grundsächlich ist die Story sehr spannend und unterhaltsam und ich kann nachvollziehen wieso es verfilmt wurde. Dennoch gibt es einige sehr langatmige Passagen im Buch. Bei mir lag es teilweise daran, dass hier so unwahrscheinlich viele Namen und Personen auftreten so dass ich leicht den Überblick verlor. Als sich die Story dann aber wieder auf Hugh Glass bezog, war die Spannung sofort wieder da, aber es schwankte halt sehr im Buch.

Das andere war die historische Seite, auch hier fehlte mir einfach das Wissen um die Zusammenhänge zu verstehen. Vlt wäre hier eine kleine historische Einleitung gut gewesen. Ich fühlte mich so rein geschmissen und wurde mit Indianerstämmen konfrontiert, die ich noch nie gehört habe. Dadurch habe ich nicht verstanden, warum die einen Indianer die Feinde sind die anderen wieder nicht und warum es überhaupt so viele verschiedene gibt. 

Ich habe beim Lesen diese Nebensachen dann einfach mehr oder weniger ignoriert und mich auf die Story um Hugh Glass konzentriert. Diese war wirklich grass, sehr spannend und ich konnte super mit fiebern. 

Was man aber mal noch sagen muss, das Buch basiert zwar auf wahren Begebenheiten ist aber ein Roman. Das merkt man auch an der Geschichte denn. Die Geschichte wurde deutlich ausgeschmückt, eben um eine Gewisse Spannung auf zu bauen. Für aber absolut akzeptabel und hat die Geschichte interessanter gemacht.

Fazit: Sehr gute Story mit ein paar langatmigen Stellen, dennoch gelungen.

 


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