#Rezension – Immer Montags beste Freunde

 

 von Laura Schroff und Alexander Tresniowski

vielen Dank für das Rezensionsexemplar 

 

€ 16,99 [D]
€ 17,50 [A] | CHF 22,90*
(* empf. VK-Preis)

Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-29175-1

Erschienen: 05.10.2015 

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

Inhalt Quelle Verlagsseite:

Eine Frau, die alles hat.
Ein Junge, dem alles fehlt.
Eine untrennbare Freundschaft.

Laura ist eine erfolgreiche Verkaufsleiterin, die an einem normalen Montag durch die Straßen von New York hetzt. Sie hat keine Zeit, achtet kaum auf ihre Mitmenschen – auch nicht auf den kleinen Jungen, der sie um Kleingeld anbettelt. Sie ist schon an der nächsten Straßenecke, als sie plötzlich stehen bleibt – und umkehrt. Sie kauft dem hungrigen Maurice etwas zu essen und erfährt von seinem Leben. Von dem Tag an treffen sich Maurice und Laura jede Woche über Jahre hinweg, immer montags. Dies ist die Geschichte ihrer einzigartigen Freundschaft – die bis heute anhält.

„Eine ungewöhnliche Freundschaft, die zwei Leben verändern und fast 30 Jahre später noch immer anhalten sollte.“

Meine Meinung:


Der Schreibstil war Ok aber nicht sonderlich herausragend. Es gab zwar keine ellenlangen Schachtelsätze aber in diesem Buch war mir einfach zu wenig Detail da.

Damit meine ich aber eher tiefgründigere Details. Denn Geschichten oder Lebensstorys wurden doch Recht viele erzählt.

Die Geschichte an sich ist natürlich sehr ergreifend. Mal ganz im Ernst wer von uns hätte sich bei einen bettelnden Jungen umgedreht und diesem zum Essen eingeladen?

Ich denke die wenigsten. Dies verdient natürlich meinen vollsten Respekt und meine Anerkennung.

Dennoch gefällt mir die Darstellung in dieser Geschichte nicht. Für mich fehlte es hier eindeutig an Emotionen. 
Wir lesen die Geschichte aus der Perspektive von Laurie (Frau Schroff). Jedoch kann ich, auch nachdem ich das Buch gelesen habe, nicht sagen was sie für Maurice empfindet außer Freundschaft. War es Liebe oder einfach nur Mitleid oder wollte sie Ihre eigene verkorkste Kindheit an Ihn wieder gut machen?

Das fand ich sehr schade. Man liest ständig nur ich habe Maurice dies gekauft und jenes und das war das erste Mal in seinen Leben das er dies oder jenes getan hat. Sie schreibt immer etwas Positives, was sie für ihn getan hat, und im gleichen Atemzug muss sie aber auch das Negative erwähnen. Zum Beispiel teilt sie dem Leser mit, dass Maurice das erste Mal im Leben eine so schönen Weihnachtbaum gesehen hat aber bei ihm wurde nie Weihnachten gefeiert. 
Das wird leider bei fast allen Anekdoten so beschrieben immer etwas Positives von Ihr und gleich darauf etwas Negatives von seinen Leben. Ich hätte mir da einfach auch mal so ein paar Sätze gewünscht, die Ihre Gefühle ausdrücken. Zum Beispiel: Als ich seine Freude darüber sah ging mir das Herz auf oder so ähnlich (bin ja kein Autor 😉 ) . 

Sie schreibt auch immer wieder: „er spielt eine wichtige Rolle in meinen Leben“ aber warum? was mag Sie denn an Ihn. Ich weiß es nach dem Buch nicht.

Ich meine, meine Arbeit spielt auch eine wichtige Rolle in meinen Leben, weil ich 8 Stunden am Tag dort verbringe, lieben tue ich davon aber nur einmal im Monat die Überweisung meines Gehalts.

Ich hoffe man versteht was ich meine. 
Nur weil man schreibt „er spielt eine wichtige Rolle“ bringt man die Emotionen bei mir Leider nicht rüber. Oder ist es für Sie nur ein Spiel? Eine kleine Abwechslung zum langweiligen Alltag? Denn als dann ein Mann in Ihr Leben tritt spielt ja Maurice anscheinend nicht mehr so eine große Rolle in Ihren Leben.

Darum konnte mich das Buch einfach nicht berühren und Frau Schroff wurde einfach zu sehr in den Vordergrund gestellt. Vielleicht wäre das Buch aus der Perspektive einer dritten Person besser gewesen.

Auch an Maurice hat mir die Tiefe gefehlt. Am Anfang fand ich das Buch wirklich nicht schlecht, als man darüber gelesen hat, wie wichtig Ihm einfach nur die Nahrung war damit er die nächsten Tage überlebt. Aber das lies im Buch immer mehr nach. Man las zwar immer wieder das er sich über die Sachen sehr freute, aber mal ganz ehrlich auch „normale“ Kinder freuen sich doch zum Beispiel über ein Fahrrad. Mir hat da das „Besondere“ gefehlt.
Dennoch hat mich das Buch sehr gut unterhalten und an keiner Stelle so richtig gelangweilt.
 

Fazit: Eine sehr tolle und beachtenswerte Geschichte, leider wurden zu wenig Emotionen rüber gebracht.


3 thoughts on “#Rezension – Immer Montags beste Freunde”

  1. Sehr schöne Rezension!
    An anderer Stelle habe ich gelesen, dass das Buch ziemlich überzeugt hat. Deine Meinung überzeugt mich jedoch ein bisschen mehr, weil du Punkte ansprichst, die mich auch gestört bzw die mir gefehlt hätten.
    Es ist erstmal auf meine Beobachtungsliste gewandert, denn vom ersten Impuls her würde ich sie schon gerne lesen, aber ich warte lieber noch ein bisschen, ob dieses Verlangen – wie so manches Mal – nicht doch wieder abflaut..

    Herzige Grüße
    Jane 🙂

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