Soll man für das Bloggen bezahlt werden?


Ich habe gestern eine Internetseite entdeckt, wo man die Diskussionen der Leipziger Buchmesse anhören kann https://voicerepublic.com/explore. Nachdem ich dies dann getan habe und auch bei Twitter mitbekommen habe, dass es tatsächlich nun Blogger gibt die gern für Ihre Rezensionen Geld haben wollen, war ich wirklich erst mal sprachlos. Das gab mir viel Stoff zum Nachdenken und gern zum Diskutieren.

Was haltet Ihr davon? Wollt Ihr für eine Rezension Geld bekommen? Reicht das kostenlose Buch nicht mehr aus? Wie glaubwürdig würdet Ihr eine Rezension finden, wenn dort vermerkt ist, dass derjenige dafür bezahlt wurde? Würdet Ihr auch negative Bewertungen abgeben, wenn Ihr für die Rezension schon Geld bekommen hättet?

Ich möchte definitiv kein Geld für meine Rezensionen bekommen. Ich freue mich über jedes Rezensionsexemplar und sehe das dann auch als meine Gegenleistung an. Wenn ich eine Rezension schreibe, brauche ich in der Regel ca. ne Stunde dafür. Das heißt wenn ich ein Buch im Wert von durchschnittlich 15 Euro bekomme, ist das doch ein guter Stundenlohn. Desweiteren Frage ich auch nur Bücher an, die mich interessieren und die ich früher oder später tatsächlich kaufen würde. Wenn ich dieses Buch vom Verlag kostenlos bekomme schreibe ich gern eine Rezension.

Würde ich dafür Geld bekommen, würde ich ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich diese Buch dann im nachhinein mit 1 oder 2 Sterne bewerte. Immerhin würde mir der Verlag eine Leistung geben und ich im Gegenzug dafür sorgen, dass einige Leute dieses Buch nicht kaufen. Das würde ich in diesem Sinn nicht fair finden.

Ein weiterer Vergleich der Aufkam war dann, dass BookTuber ja auch Geld erhalten für Ihre Klicks. Dabei wurde aber gar nicht zur Sprache gebracht, dass die BookTuber dieses Geld nicht von den Verlagen bekommen sondern von YouTube direkt. Im Gegenzug dazu schaltet YouTube dann ja auch Werbung auf diesen Videos. Außerdem finde ich auch, dass ein Video deutlich mehr Zeit und Aufwand in Anspruch nimmt als ein Blogbeitrag, wenn man sein Grundgerüst für den Blog schon hat.

Bitte schreibt mir doch auch eure Meinung zu Thema. Ich freue mich sehr auf Diskussionen.

45 thoughts on “Soll man für das Bloggen bezahlt werden?”

  1. Hi Yvi,
    da halte ich überhaupt nichts davon. Wenn jemand Geld dafür haben will, dann hätte er sich beruflich dahingehend orientieren müssen. Ich habe mittlerweile in Summe hunderte von gelesenen Büchern auf den verschiedensten Kanälen rezensiert, aber kam noch nie darauf Geld zu verlangen. Ich teile ja nur meine eigene Meinung mit zu einem Buch und freue mich, mich mit Gleichgesinnten darüber austauschen zu können. Da ergab sich doch auch für mich schon oft die ein oder andere Leseanregung. Und das Verlage von Bloggern profitieren können finde ich nur legitim. Ich erhalte dafür ja auch öfter ein kostenloses Buchexemplar.
    Liebe Grüße, Roland

  2. Hallo Yvi,
    ich sehe es genauso wie Roland. Das Rezensieren ist und bleibt für mich ein Hobby und ich freue mich darüber, kostenlose Rezensionsexemplare zu bekommen.
    Ich käme gar nicht auf die Idee dafür Geld zu nehmen, denn das Buch oder Hörbuch ist für mich schon mehr als genug. Es ist ein Kompromiss zwischen Leser, Autor und Verlag, den ich sehr gerne eingehe.
    Buch gegen Rezension.
    Es stimmt, die Youtuber bekommen das Geld für die Werbung, die sie schalten und die Klicks, die sie von Zuschauern erhalten. Das gleich könnte man mit gezielter Werbung auf dem Blog erreichen, wenn man denn wollte.
    Ich für meinen Teil will weiterhin werbefrei bleiben und das Ganze als Hobby betreiben. Webspace usw. zahle ich gerne weiterhin aus eigener Tasche.
    Weil ich, genau wie Roland, mich einfach nur über mein Hobby austauschen möchte.
    Ich glaube auch, dass der Anspruch höher werden würde, sobald die Texte bezahlt werden. Wer will dem gerecht werden, wenn er es nicht gelernt hat, wie ein professioneller Texter zu schreiben?
    Liebe Grüße,
    Ela

  3. Huhu,

    deinen Blog durch Zufall entdeckt und würde gerne in das Gespräch einsteigen, wenn ich darf 0.0
    Bzw. wollte ich eigentlich nur sagen, dass ich finde, es ist schon klar dass man von irgendwas leben muss – verstehe ich voll. Allerdings bin ich ja jemand, der schon sehr froh wäre – bin übrigens kein Buchblogger, kann daher vielleicht einfach nicht mitreden, möchte mir aber dennoch diese Meinung anmaßen – wenn ich Bücher geschenkt bekäme, die ich mir dann nicht mehr kaufen müsste. Ich meine, es gibt sicher Leute, die so etwas hauptberuflich machen – sowas wie Kritiker und natürlich auch Journalisten, die manchmal ganz ähnlichen Tätigkeiten nachgehen, je nachdem aus welchem Bereich sie kommen und für wen oder was sie arbeiten – aber ein Blogger wie du hier, ist dies meiner Meinung nach nicht. Ich dachte immer, das sei eher eine Tätigkeit, der man nebenbei nachgeht.
    Und es ist wirklich glaubwürdiger, wenn man zwar durchaus das Buch bekommt, aber eben nicht noch weiter für die Rezension bezahlt wird.
    Wie gesagt, das mit den Büchern ist doch total in Ordnung – und dass man Bücher hergibt, damit der Leser es rezensiert, das gibt es in dem Konzept sogar auf anderen Seiten, wie bei den Leserunden auf LovelyBooks – aber direkt bezahlt werden, wäre eher seltsam… ._.
    Und ich denke, das ist wie wenn ich ein Buchcover mache, aber keinen Preis verlange, egal wie viel Arbeit drin steckt, einfach weil ich meine Freiheit behalten will. Wenn man explizit Geld für etwas verlangt und damit rechnet, hat man meist das Problem, dass man dann an eine gewisse Erwartungshaltung gebunden ist, wenn du weißt, was ich meine. Es ist dann nicht dasselbe, würde ich meinen… also, sollte man das überhaupt vergleichen können.

    Wie gesagt, ich bin nicht vom Fach – wollte nur dennoch gerne mal meine Meinung dalassen o.o

    Mit lieben Grüßen,

    Tikky

  4. Hallo Yvi,
    ich rezensiere (fast) alle Bücher, die ich lese, weil ich mich gerne mit dem Gelesenen noch mal auseinandersetze und mich mit anderen darüber austausche. Und das ist der einzige Grund, warum ich Rezensionen schreibe!
    Dabei ist es völlig egal, ob ich das Buch selber gekauft habe oder ob es ein Rezensionsexemplar ist.
    Ich freue mich über jedes Rezensionsexemplar, das ich auf meine Anfrage erhalte sehr und sehe das nicht als selbstverständlich an, die Bücher auch zu bekommen. Aber ich sehe es als selbstverständlich an, die Rezension dann auch zu schreiben, denn das erwartet der Verlag ja.
    So ist es ein Geben und Nehmen und das ist für mich in Ordnung.
    Daher käme ich nie auf die Idee, für die Rezensionen Geld zu verlangen.

    Liebe Grüße
    Conny

  5. Gern.
    Ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht, da ich nicht anwesen war und hab die Diskussion nur auf Twitter mitbekommen.
    Allerdings war das in den letzten Wochen ja immr wieder mal Thema 🙂
    Liebe Grüße,
    Ela

  6. Heyho 🙂
    im ernst jetzt das gibts? XD Sorry aber als ich das gelesen habe musste ich einfach nur lachen. Ist das nicht ein wenig unverschämt, nachdem man ein KOSTENLOSES (sorry ^^') Buch bekommen hat auch noch Geld dafür zu verlangen, nur weil man ein bisschen zeit für Rezensionen hergeben muss. Ganz ehrlich ich sehe das wie du, kann ich nur so unterschreiben, es ist eher ein Hobby und ich bin froh wenn ich hin und wieder Rezensionsexemplare bekomme, aber dann bin ich Dankbar und nicht genervt und frage nach Kohle. Wo sind wir dein. x.x Ich würde nicht mal Geld dafür annehmen, meine Rezensionen sollen schließlich "echt" bleiben.

    Gut das ich nicht auf der Buchmesse war, solche Themen würden mich wütend machen. XD Aber wenn nicht mal freiwillig ein wenig Zeit für eine Rezension hergeben kann der sollte wohl lieber über was anderes Bloggen oder so, ich will ja niemanden schlecht reden oder so, aber wahrscheinlich würde so was dann auch noch Leute treffen die auch noch Rezensionen klauen oder so, weil sie zu faul sind in eine eigene ein wenig Zeit zu investieren..

    Echt manchmal kann man echt nur den Kopfschütteln, wie unverschämt mache Menschen sind. Und klar bei Youtube ist das ja wieder was anderes, aber wenn Leute unbedingt Kohle dafür haben wollen, dann sollen sie doch dahin wechseln und dann sehen sie mal was Arbeit ist (wegen den Videos und so)

    Irgendwie macht mich das fast schon echt manchmal traurig solche Diskussionen, dieser Egoismus des Menschen, anstatt einfach froh darüber zu sein das man überhaupt was bekommt.

    Naja dann höre ich an dieser Stelle mal auf, tut mir leid für die etwas härteren Worte, aber solch Diskussionen…

    Liebe Grüße,
    Birdy

  7. Hallo Yvi,

    ich stimme dir nur teilweise zu.

    Ja, Geld für Rezensionen geht gar nicht. Oder wenn dann nur über eine Art Verwertungsgesellschaft (analog VG Wort). Übrigens: Ein Buch ist auch eine Gegenleistung, deswegen müssen Rezensionen zu Rezensionsexemplaren auch gekennzeichnet werden. Es behauptet zwar jeder "Das beeinflusst mich nicht", aber können wir das wirklich wissen?

    ABER: Es gibt es auch noch andere Möglichkeiten mit dem bloggen Geld zu verdienen. So könnten Verlage z.B. für das Setzen bestimmter Links bezahlen. Oder eben für Werbung. Dafür, dass man neue Bücher auf seinem Blog ankündigt oder Blogtouren organisiert. Es müssen ja auch nicht nur die Verlage sein, Affiliate Programme bringen auch Geld.

    Ich finde es vor allem schlimm, dass die Diskussionen gezeigt haben, dass die meisten Verlage uns nicht wirklich ernst nehmen. Sie wollen vor allem eins: Werbung ohne dafür bezahlen zu müssen. In der Blogger Relations Diskussion meinte jemand, sie hätten im Rahmen einer großen Aktion tatsächlich mal Blogger bezahlt. Aber nur Beautyblogger und Booktuber. Das sagt dann auch schon alles meiner Meinung nach.

    Das waren meine 2 cent…

    Liebe Grüße,
    Lena

  8. Hallo,
    ich habe nur durch Twitter von der Diskussion erfahren. Selbst hatte ich noch nie daran gedacht, für meine Rezensionen bezahlt zu werden. Und ich glaube das würde ich auch gar nicht wollen.
    Ich persönlich frage nur selten nach Rezensionsexemplaren an. Ich möchte lesen worauf ich Lust habe und in dem Tempo wie es mir passr.. Bei Reziex fühle ich mich oft unter Druck gesetzt, noch eine Rezension schreiben zu müssen und das so schnell wie möglich. Das Buch kann ich dann nicht so sehr genießen. Wenn ich wüsste, dass ich dafür auch noch bezahlt werden würde, wäre dieser Druck ja noch schlimmer. Außerdem betreibe ich den Blog in meiner Freizeit, als Hobby.Mit Bezahlung wäre es ja viel mehr Arbeit und das möchte ich nicht. Ich blogge über Bücher, weil ich das Lesen liebe und mich gerne mit anderen austausche. Und das so wie ich gerade Lust habe.
    Ich freue mich immer so sehr schon allein über das Reziex und ein kostenloses Buch zu bekommen ist ja auch nicht selbstverständlich.

  9. Heii Yvi

    Dein Beitrag hat mich gerade wirklich nachdenklich gemacht, denn ich hätte nie gedacht, dass Blogger für Rezensionen Geld verlangen. Als ich mit meinem Blog angefangen habe, wollte ich einfach meine Meinung mit anderen Lesern teilen, da ich in der Familie niemanden zum reden hatte. Als ich dann erfahren habe, dass wir von Verlagen Rezensionsexemplare erhalten können, war ich ganz aus dem Häuschen und auch heute, mehr als ein Jahr später, freue ich mich noch immer riesig über jedes einzelne Buch das ich zum Rezensieren zugeschickt bekomme. Für mich ist das ganz klar Bezahlung genug!! Ich rezensiere ja auch Bücher die ich selber gekauft habe, einfach nur, weil es Spass macht und weil andere durch meine Rezension eventuell auf ein tolles Buch aufmerksam werden, dass sie sonst nicht gelesen hätten.

    Trotz allem finde ich es richtig schade, dass gewisse Verlage uns Blogger nicht wirklich erst nehmen! Natürlich gibt es da ausnahmen und die Blogger die sich einen Namen gemacht haben werden auch erster genommen aber wie macht man sich denn einen Namen? Ich habe vor ungefähr zwei Monaten zwei Rezensionsexemplare für den Heyne Verlag erhalten. Ich habe diese dann auch innert kurzer Zeit gelesen und rezensiert und wie immer habe ich gleich anschliessend dem Verlag eine E-Mail mit den Links gesendet. Mehrere Mails an dieser einen Person und dann noch eins auf der offiziellen E-Mail hat es gebraucht, bis ich eine Antwort erhalten habe und alles war darin stand war: Vielen Dank, Rezensionen sind angekommen. Bei einer guten Bewertung bekommt man bei vielen Verlagen noch ein, schön dass es dir gefallen hat und das wars dann. Natürlich verstehe ich, dass sie keine Zeit haben ausführlich zu Antworten aber lesen könnten sie die Rezension schon und vor allem auf diese Mails antworten. Ansonsten weiss ich ja nie ob meine E-Mail überhaupt angekommen ist und ich bin ja durch das Rezensionsexemplar dazu verpflichtet ihnen eine Rezension zu senden.

    Den Vergleich mit Youtube finde ich auch nicht gerechtfertigt, wir als Blogger können ja ebenfalls Werbung auf unserem Blogg aufschalten und dafür Geld kassieren. Dass hat absolut gar nichts mit Geld für Rezensionen zu tun!

    So jetzt habe ich meinen ganzen Frust und alles was ich zu diesem Thema zu sagen hatte raus gelassen ^^ Ich finde sollte Gesprächsthemen immer interessant 😀 vielen Dank für deinen Beitrag!

    Ganz liebe Grüsse
    Denise
    Books, Histories and Secrets

  10. Huhu,
    als ich gestern die Twitter-Posts gelesen habe, wusste ich erst nicht was ich sagen sollte. Ob ich darüber lachen oder nur mit dem Kopf schütteln sollte.

    Das diese Angelegenheit überhaupt in den Raum gestellt wird, finde ich fast naja, dreist.
    Klar, es ist eine Menge Arbeit eine Rezension zu schreiben. Aber ein Buch kostet auch Geld. Und wenn einem ein kostenloses Buch (ein neues HC kann ja nunmal sogar über 20 EUR kosten) gegeben wird, dann sollte es Bezahlung genug sein.
    Vorallem, es ist eine steuerfreie Bezahlung. Sobald Geld fließt, muss diese versteuert werden. Da ist ein riesiger Rattenschwanz hinter. Ich habe den Eindruck, dass dort gar nicht drüber nachgedacht wird. Vielleicht ja doch, aber man wird sich nicht über die Konsequenzen klar.

    Rezensionen schreiben bzw. das Buchbloggen ist ein Hobby. Ich verstehe nicht, warum ein Hobby bezahlt werden muss.

    Ich für meinen Teil werde niemals Geld für eine Rezension verlangen. Ich werde auch keines annehmen.

    Ich finde, dass die, die nach Geld schreien sich vielleicht mal in ihrem Raum umschauen sollten. Sich vielleicht mal klar werden sollten, was sie an Geld gespart haben, weil sie die Bücher nicht kaufen mussten.

    So, genug aufgeregt! 😀 😉
    (Ich glaube, ich muss dazu auch noch mal einen Blogbeitrag schreiben.)

    Ganz liebe Grüße
    Steffi

  11. Hallo,

    auch Dir kann ich dabei nur Recht geben. Und wie bereits geschrieben die Youtuber bekommen das Geld ja eher für die Werbung, die auf die Videos gestellt wird. Zudem hat man auch bei Blogspot diese Möglichkeit, glaube ich ….

    LG
    die Yvi

  12. Hallo,

    ich muss ja gestehen, dass ich, als ich mit meinen Blog gestartet bin schon viele Rezensionsexemplare angefragt habe.
    Aber auch bei mir kam dann irgenwann der Punkt, dass ich gemerkt habe, dass es einfach zu viele sind und ich in zeitmangel komme. Zudem habe ich einen SuB (ohne Reziex.) der ja auch gelesen werden möchte.
    Daher frage ich nun auch nicht mehr so viele Bücher an.
    Das hake ich jedoch als Anfängerfehler ab und ich habe trotzdem dann immer alle gelesen und rezensiert, war nur leicht gestresst 😉

    Und genau so würde ich mir das aber vorstellen, wenn die Rezensionen bezahlt werden und mein Leben sichern müssten.

    LG
    die Yvi

  13. Hallo Lena,
    vielen Dank für Deinen Kommentar. Zu Deinen Ersten Abschnitt, kann ich natürlich nur für mich sprechen und sagen, dass ich wirklich immer ehrlich bewerte.

    Allerdings Frage ich auch nur Rezensionsexemplare an, wo ich denke, dass diese mir definitiv gefallen werden. Ich möchte meine Zeit ja nicht für Bücher verschwenden, wo ich von vorne rein weiß dass sie meinen Geschmack nicht treffen.

    Bestes Beispiel für eine ehrliche Rezi ist das aktuelle Buch "Die Herren der grünen Insel – Kiera Brennan". Ich mag den Blanvalet Verlag aber dieses Buch hat nur 2 Sterne bekommen, weil es meinen Geschmack nicht getroffen hat und es war ein Reziexemplar.

    Für gezielte Werbung und Links stimme ich Dir schon zu, dass man dann ruhig eine Gegenleistung erhalten könnte. Jedoch ist mir jetzt kein Beispiel bekannt, wo ein Verlag gesagt hätte, dass man das Buch nur mit 3 Verlinkungen bekommt z.Bsp. In den Bloggerrunden die man sich in den oben genannten Link anhören kann, hat die Dame von PR oder Marketing ich glaube vom Bastei Lübbe Verlag (sicher bin ich mir gerade nicht mehr) auch gesagt, dass noch kein Blogger wegen sowas auf Sie zugekommen wäre und das man bei kreativen Ideen durchaus auch etwas bekommen würde.

    Bei den Blogtouren bin ich wiederum anderer Meinung, denn davon profitiert sowohl der Blogger als auch der Verlag. Das ist natürlich auch immer Ansichtssache, aus welchen Gründen ich meine Blog führe. Ich freue mich z.Bsp. über jeden neuen Leser und denke daher, dass man durch die Blogtouren eben auch die Leser anderer Blogs auf sich aufmerksam macht. Zudem bekommt man in der Regel vom Verlag die Möglichkeit ein Interview mit den Autor zu führen, was natürlich für den Blog auch neue Leser bedeutet. Was ich auch häufig bei Blogtouren gesehen habe sind dann Verlosungen am Ende und auch da denke ich, dass diese Bücher durch den Verlag gesponsert werden. Aber klärt mich gerne auf, wenn das nicht so ist. Gewinnspiele locken auch immer neue Leser an. Denke eben da ist es auch ein Geben und Nehmen.

    Und auch zu Deinen letzten Abschnitt habe ich durchaus Verständnis für den Verlag. Bedauerlichweise haben nun mal Beautyblogger und Youtuber eine viel höhere Reichweite. Also bei Beautyblogger kann ich mir auch noch einen anderen Grund vorstellen.

    Seien wir doch mal ehrlich, die meisten Follower unserer Blogs sind doch selber Buchblogger oder? Wir kennen uns aus! Wir wissen welche Bücher demnächst erscheinen. Bei uns muss man keine Werbung machen. Wir informieren uns selber und fragen die Bücher entweder sowieso an oder kaufen Sie uns. Wenn jedoch ein Beautyblogger dann mal aus seiner "Komfortzone" rausgeht und ein Buch vorstellt oder Werbung dafür macht, bekommt der Verlag definitiv neue Käufer, uns hat er doch eh schon 😉 . Ich kann diese Marketingstrategie verstehen. Bei Youtuber und auch Booktuber ist dass einfach so, dass Sie eine viel größere Masse ansprechen. Wie viele Buchblogs gibt es denn die zwischen 2500 und 4000 Leser/Follower haben?

    LG
    die Yvi

  14. Hallo Denise,

    vielen Dank für Deinen Kommetar.

    "Als ich mit meinem Blog angefangen habe, wollte ich einfach meine Meinung mit anderen Lesern teilen, da ich in der Familie niemanden zum reden hatte. Als ich dann erfahren habe, dass wir von Verlagen Rezensionsexemplare erhalten können, war ich ganz aus dem Häuschen und auch heute, mehr als ein Jahr später, freue ich mich noch immer riesig über jedes einzelne Buch das ich zum Rezensieren zugeschickt bekomme."

    GENAUSO war/ist es bei mir auch…. 100% Deiner Meinung 😉

    LG
    die Yvi

  15. Hallo!

    Also ich finde das super! Für Rezensionen bezahlt zu werden – hell yes! Dann müsste man wohl aber ein Gewerbe anmelden oder angestellt sein. Mal im ernst, das ist kaum umsetzbar, absoluter Quatsch!
    Aber wieso sollte man nicht ehrlich bewerten wenn man dafür bezahlt wird? Wenn ich irgendwo arbeite dann mache ich diese Arbeit doch auch ehrlich und schmiere niemanden Honig ins Gesicht.
    Bei Rezensionsexemplaren ist allerdings das Buch die Bezahlung, das wäre dann doppelt gemoppelt.

    Viele Grüße
    Twineety

  16. Du sprichst mir aus der Seele <3 🙂
    Vielen Dank für das Teilen meines Blogbeitrags zu dem Thema 😀
    Meine Rosa Buchblogger-Seifenblase ist schon lange geplatzt, ich weiß, dass viele einem das Blogdesign und/oder den Erfolg nicht gönnen und komme mittlerweile gut damit zurecht. Doch mit der Bezahlung von Rezensionen kommt ein großer Neidfaktor hinzu und die Leidenschaft, mit der derzeit noch Bücher gelesen und besprochen werden, wird vollkommen abgeschottet hinter einer Wand aus Geld und Gier. 🙁

  17. Hallo Yvi,

    heute Morgen, als ich das erste Mal davon hörte, konnte ich nur die Stirn runzeln und meine Augenbrauen in weit entfernte Höhen ziehen. Geld für Rezensionen = Geld für deine eigene Meinung? Den ganzen Tag hat mich dieses Thema beschäftigt.

    Ich würde kein Geld für meine Rezensionen oder andere Blogbeiträge nehmen. Lesen und bloggen sind meine Leidenschaften. Das ich diese miteinander auf einem Buchblog verbinden kann ist super. Warum sollte ich mich also dafür bezahlen lassen und mich dann wahrscheinlich in meiner Meinung sogar einschränken lassen? Wenn es um Geld geht gibt es Verträge und es wird jawohl niemand glauben, dass uns die Verlage so lieb haben, dass sie mit uns Verträge schließen, in denen steht "Du kannst alles sagen was du möchtest. Auch wenn du das Buch schlecht redest und niemand es mehr kaufen möchte. Schreib worüber du willst. Wir bezahlen es dir auch noch!" Als ob…

    Aber das Schlimmste an dieser ganzen Diskussion ist für mich nicht mal, dass es darum geht, ob sich jemand bezahlen lassen würde. Nein, auf manchen Blogs fängt schon der Austausch darüber an, wer es denn überhaupt wert ist, bezahlt zu werden. Wollen wir, die die sich eigentlich als Gemeinschaft sehen und die eine Leidenschaft teilen, uns wirklich darüber streiten, ob der ein oder andere es wirklich verdient hätte bezahlt zu werden? Geht nun das große Gezicke und Gejammer los von wegen "Ich bin viel professioneller als du und hab auch verdient bezahlt zu werden" und "Ich schreibe viel bessere Beiträge als du, also sollte ich dafür auch entlohnt werden". Ganz ehrlich, ich bin nach diesem Beitrag höchstwahrscheinlich raus aus dieser Diskussion und konzentriere mich einfach darauf, Rezensionen zu schreiben und das zu tun, was ich liebe: Bücher lesen.

    Liebste Grüße
    Ellen
    hundertewoerter.blogspot.de

  18. Hallo Becky,

    vielen Dank für Deinen Kommentar.

    Meinen Blog gibt es ein dreiviertel Jahr und ich muss sagen, dass ich noch keine negativen Erfahrungen mit anderen Blogger gemacht habe.

    Ich würde herzlich aufgenommen und konnte mich auch bei unterschiedlichen Meinungen immer gut mit einbringen.

    Aber ich denke auch, dass wenn es um die Bezahlungen gehen würde, dass dann dich irgendwo ein Wettkampf entsteht.

    Aber da würde ich mich getrost raushalten 😉

    LG
    die Yvi

  19. Hallo Ellen,

    vielen Dank für Deinen Kommentar.

    Ich denke auch, dass die Bewertungen schwierig werden würden und dass es dann doch in einen Machtkampf ausartet.

    Denn wer bestimmt denn was gut ist? Ist denn wirklich professionell gut oder doch eher einfache Schreibweisen.

    Ich mag zum Beispiel überhaupt keine Rezensionen, wo der gesamte Text analysiert wird. Ich bin ein nicht studierter 0 8 15 Leser und möchte wissen was das Buch an Emotionen oder Unterhaltung rüber bringt, da brauche ich persönlich keine Textanlaysen.

    Und genau da fangt es ja dann an ….. Wer soll das Bewerten…

    LG
    die Yvi

  20. Hallo Ihr beiden,
    ich klink mich noch mal ein, ja? 🙂
    Wenn wir mal ehrlich sind, gibt es diesen "Machtkampf" doch jetzt schon, ohne Bezahlung. Traurig aber wahr …
    Schon vorher gab es zahlreiche Diskussionen wie ein Blog oder eine Rezension sein "muss" usw.
    Das würde dann natürlich noch mehr ausarten.
    Irgendwie habe ich mittlerweile auch echtes Kopfkino.
    Blogger schreiben den Verlagen keine Anfragen mehr sondern direkt ihre Angebote *schmunzel*
    LG Ela

  21. Hallo Yvi!

    Ich hab dazu auch mal einen Blogeintrag verfasst:
    http://book-a-loo.blogspot.de/2016/03/monetarisierung-buchblogs.html

    Ich kann dir auch nur teilweise zustimmen.
    Ich finde, dass manch großer Buchblog durchaus die Möglichkeit des Dialogs und der Option in Bezug auf Monetarisierung erhalten sollte. Sei es in Form einer Verwertungsgesellschaft oder Geld. Ich schließe im Zuge dessen da aber die "gekaufte Rezension" aus. Es gibt aber zahlreiche andere Möglichkeiten mit Verlagen oder Agentueren zu kooperieren, sodass der Blogger (wenn er denn eine breite Masse nachweislich erreichen kann) nicht komplett leer ausgeht.

    Wer wie ich das Bloggen nur so hin und wieder aus "Just-for-fun"-Zwecken betreibt, keine wirklichen Plan verfolgt, dem reicht dann auch das Buch. Doch warum den Leuten, die in ihrem Blog eine berufliche Möglichkeit sehen, nicht auch die Option offen halten? Jedem das seine. Ich find das dann auch nicht "frech" oder ähnliches.

    Liebe Grüße
    Rebecca
    http://book-a-loo.blogspot.de/

  22. Hallo ihr Lieben,

    ich möchte nur kurz ein paar Dinge klarstellen, die hier in den Kommentaren gefallen sind. Ich denke, dass ihr ein wenig zu sehr aus Leser- und zu wenig aus Unternehmenssicht das Thema betrachtet.
    1. Der Stundenlohn von ca. 15 Euro pro Stunde funktioniert hier nicht. Schließlich muss man das Buch erstmal lesen und ich persönlich benötige außerdem länger für eine Besprechung als eine Stunde – schließlich wird auch fotografiert, auf den sozialen Netzwerken geteilt und mit anderen darüber diskutiert. Diese Zeit sollte man durchaus einrechnen.
    2. Ein Buch "im Wert von" ist leider so nicht ganz richtig. Denn ihr geht von dem Verkaufspreis aus – in Deutschland dank Buchpreisbindung eh extrem hoch. Einem Verlag kostet die Herstellung eines Buches weitaus weniger. Außerdem: Leseexemplare, die für Buchhandel und Presse gesondert gedruckt werden, sind zum Verkauf vollkommen ungeeignet und müssen ab einem bestimmten Zeitpunkt einfach nur noch aus den Lagern, weil sie Platz wegnehmen.
    Schon sind wir bei was? 3,50 Euro für 12-20 Stunden mit einem Blogpost? Und was leiste ich dafür? Nun, wenn ich mir so anschaue, was eine Anzeige in einer Durchschnittsfrauenzeitschrift kostet… Hm, wollen wir mal nicht so sein, aber ein paar Tausender für ne halbe Seite sind da doch völlig selbstverständlich. Aber wie viele dieser Damen, die die Frauenzeitschrift lesen, lesen auch Bücher? Wie viele nehmen die Anzeige wahr, merken sich den Titel?
    Und im Vergleich dazu: Wer einem Buchblogger folgt ist definitiv eins: Leser. Vermutlich hat er einen ähnlichen Lesegeschmack wie der Blogger, vertraut diesem und seinem Urteil. Wo ist Werbung also lukrativer – eine gewisse Reichweite natürlich vorausgesetzt?
    Wir sind VERDAMMT billige Werbung und dann verkaufen wir uns auch noch durchgängig unter Wert, indem wir ausrasten vor Freude, wenn wir mal ein Buch "geschenkt" bekommen.
    3. Nein, man muss ein Rezensionsexemplar nicht kennzeichnen. Schaut euch dazu bitte den entsprechenden Artikel von unserem Lieblingsjuristen 54books an. Er beschreibt das sehr gut.

    Nein, niemand spricht davon, dass Besprechungen bezahlt werden sollen. Das ist all denen, die sich nach einer Professionalisierung und Monetarisierung sehnen, vollkommen klar. Und es ist wohl nach Monaten, ja Jahren der Diskussionen auch klar, dass es hier ganz deutlich zwei Lager gibt: "Die Hobby bleibt Hobby"-Fraktion und die "Professionalisierungsfreunde". Beide haben ihre Beweggründe und beide haben ihre Daseinsberechtigung, wie ich finde. In den Kommentaren hier, geht es schon wieder sehr stark in die: "Seid doch dankbar, dass ihr überhaupt was bekommt"-Richtung. In Zeiten, in denen Blogger in anderen Bereichen vier- bis fünfstellige Summen bekommen, weil sie ein Produkt auf Instagram posten (ja, just a pic!!), da stellt sich doch schon die Frage, in welche Richtung wird sich unsere Szene entwickeln?
    Es ist doch einfach spannend, da mal drüber nachzudenken, was in den kommenden Jahren möglich ist.
    Es ist sicherlich nicht verwerflich, wenn ein Blogger zum Influencer wird und seinen Einfluss nutzt, um sich etwas dazuzuverdienen. WIE das irgendwann mal in der Buchblogger-Szene aussehen wird – ob wir überhaupt die richtigen Reichweiten reichen können – we will see!
    Und wer das nicht will: Klar! Gern! Keiner muss. Doch es ist doch auch nicht schlimm, wenn andere sich weiterentwickeln wollen. Auch manche Hobbyfotografen fotografieren mal auf ner Hochzeit und verdienen sich da etwas dazu. Auch bei Sportlern gibt es verschiedene Grade an Professionalisierung: Der Fußballer, der manchmal im Park kickt, die Kreisliga bis hin zur Nationalmannschaft gibt es viele Nuancen. Doch alle lieben eins: Fußball. Und genau das sollte doch auch für uns Buchblogger gelten: Wir lieben Bücher und das Lesen. Warum können wir uns nicht darauf einigen, dass wir verschiedene Ziele und Wünsche haben, doch die Leidenschaft ist überall die gleiche: Wir lieben Bücher!!

    Liebe Grüße
    Mareike

  23. Liebe Yvi,

    schön, dass du so offen und ehrlich mit dem Thema umgehst und danke für deinen Beitrag. Aber auch ich sehe das ein wenig anders …
    Ich muss nicht unbedingt Geld für Rezensionen bekommen, die ich schreibe, ich tue das mittlerweile seit über zwei Jahren und habe noch keinen Cent dafür bekommen, ich würde es mir auch nie anmaßen, jetzt Geld dafür zu verlangen, schließlich darf ich mir das Buch, das zwischen 10 und 20 EUR kosten würde, behalten.
    Nun ist es aber so, dass ich das Lesen und das Bloggen liebe und es immer schon mein Traum war, mit etwas, das ich wirklich wirklich liebe, mein Geld zu verdienen. Ich fand es immer schade, dass man fürs Bücherlesen und einfach Bloggen kein Geld bekommt. Natürlich kann ich nachvollziehen und würde ich in meinem jetzigen Blohzustand auch von niemandem verlangen, mich für meine Beiträge zu bezahlen. Aber mal angenommen: ich verändere meinen Buchblog, "professionalisiere" ihn, schreibe Beiträge, die einen Mehrwert haben und die auch gelesen werden, baue mir eine gewisse Reichweite auf und so weiter, dann kann ich mir schon vorstellen, Geld für meine Blogarbeit zu bekommen. Man muss es so sehen: wenn ich eine nennenswerte Reichweite habe, meine Beiträge gelesen werden und ich großes Werbeorgan für Verlage darstelle, dann finde ich es nur fair, für meine Arbeit entlohnt zu werden und würde das dann auch so fordern. Sobald ich von mir aus sagen kann, dass mein Blog Einfluss auf, ob ein Buch gekauft wird, dann traue ich mich auch, hinzugehen und zu sagen: seht her, ich bin gut vernetzt, ich biete gute Beiträge/Rezensionen, die zum Kauf animieren, ich bin professionell (selbstsicher?), ich mache gute Werbung für euch – dann kann ich auch Geld verlangen und ich bin mir sicher, dass niemand sagen würde, nein, für deine Unterstützung bekommst du nichts außer das Rezensionsexemplar.

    Ein Feuil­le­to­nist bekommt auch dafür Geld, egal ob er das Buch positiv oder negativ bespricht, ich finde nicht, dass man da ein schlechtes Gewissen haben sollte, Authentizität ist das, was zählen sollte. Und es ist ja auch nicht so, dass ein Buch nicht gekauft wird, wenn es grottenschlecht besprochen wird. Genau das veranlasst bestimmt auch viele Menschen dazu, das Buch zu kaufen, weil sie neugierig werden, kann ich mir vorstellen. Bei mir ist es zumindest oft so, dass, wenn ich irgendwo eine professionell besprochene negative Rezension lese, und mir eigentlich denke, dass ich das Buch sehr ansprechend finde, nur umso neugieriger darauf werde und mir am liebsten selbst eine Meinung dazu bilden würde.

    Alles Liebe,
    Janine aus Meine Welt der Bücher

  24. Hallo Mareike,

    also generell möchte ich sagen, dass jeder seine Meinung haben darf wie er möchte und ich freue mich auf jeden Fall über die unterschiedlichen Meinungen. Mein Artikel ist auch keineswegs als Angriff zu deuten.

    Wie Du schon sagst, dass kann jeder für sich entscheiden.

    Ich persönlich würde z.Bsp. die Zeit die ich für das Lesen des Buches benötige niemals mit einrechnen, da ich mir auch ausschließlich Bücher als Rezensionsexemplare aussuche, die ich so wie so gelesen hätte. Und das eigentlich "Lesen", die Geschichte die ich "geschenkt" bekomme oder gar dass was ich aus den Buch mitnehme zählt für mich auch. Im Gegenteil ich bekomme meine Unterhaltung für den Abend somit auch noch geschenkt. Es bereitet mir Freude das Buch zu lesen, auf Arbeit zu gehen eher …… (naja reden wir nicht drüber 😉 )
    Und genau da sehe ich aber auch die Gefahr.

    Spinnen wir mal kurz rum, nehmen wir mal an dieser Blog wäre mein Beruf und mein Mittel um mein Lebensunterhalt zu verdienen, dann müsste ich nun rechnen, mh wie viel Rezensionen oder Beurteilungen Fotos muss ich diesen Monat machen, um meine Miete zu bezahlen.

    Wenn ich dann keine Lust hätte zu lesen, müsste ich es trotzdem machen. Und wenn dann in einen Monat nur Bücher rauskämen die ich kacke finde, müsste ich dafür ja trotzdem Werbung machen. Das wäre dann schon ein Punkt wo es für mich definitiv ein Hobby bleibt und ich PERSÖNLICH würde mir keine Blogs anschauen/durchlesen die dafür Geld bekommen.

    Wie gesagt das ist nur meine Meinung und jeder gern so wie er es hätte ;-).

    LG
    die Yvi

  25. Hallo Janine,

    vielen Dank für Deinen Kommentar.
    Da geb ich Dir vollkommen Recht, dass auch schlechte Kritiken zum Kauf anregen. Bestes Beispiel dafür "Feuchtgebiete" ….

    Die Frage ist nur, ob die Verlag dass dann genauso sehen würden.
    LG
    die Yvi

  26. Ich glaube, du hast da was in meinem eher ausschweifendem Post übersehen. Ich kopiere die entsprechende Passage nochmal:
    "Nein, niemand spricht davon, dass Besprechungen bezahlt werden sollen. Das ist all denen, die sich nach einer Professionalisierung und Monetarisierung sehnen, vollkommen klar."
    So, es geht nicht um den klassischen Post im Sinne einer Besprechung. Es geht um neue Wege, die Verlage und Blogger gemeinsam und wirtschaftlich für beide Seiten lukrativ beschreiten können.
    Dass wir Buchblogger wohl niemals von unserem Hobby leben können werden, hat Sophie von Literaturen schon im letzten Jahr sehr gut beschrieben und mit Zahlen belegt. Schau doch mal bei ihr. http://literatourismus.net/2015/02/geld-verdienen-mit-buchblogs/
    Und die Debatte dreht sich auch gar nicht darum, dass wir davon leben wollen. Es geht um kleinere Einnahmen – projektbasiert. Eine Blogtour zum Beispiel bringt mir persönlich keinen Reichweitenanstieg – wir haben es getestet und Kosten-Nutzen abgewägt. Der Aufwand steht nicht im Verhältnis zum Nutzen für uns und unsere Seite.
    Für den Verlag oder Autor hingegen bringt es einiges an Möglichkeiten, Zusatzinhalte zum Buch zu spielen. Vielleicht wäre das ein Bereich, der irgendwann finanziert werden wird?
    Veranstaltungshinweise oder Buchmerchandising, Gewinnspiele etc. es gibt viele Formen von Buchmarketing, bei dem ein Blogger durchaus für seine Reichweite Geld verlangen könnte.
    Und wie gesagt: Für den Wochenendkicker im Park gibt es auch keine größere Befriedigung als mit seinen Freunden ein paar Stunden an der frischen Luft zu bolzen. Der Profi-Fußballer hingegen hat keine Hemmungen für seine harte Arbeit Millionen zu verlangen.
    Beide haben ihre Berechtigung und beide werden wohl auch weiterhin Fußball spielen. Der eine ist nur so gut, dass es andere lieben ihm zuzuschauen. (Oder übertrag es gern mal auf Musiker – ab einer gewissen Reichweite verlangt man nunmal Eintritt und spielt nicht mehr nur auf Straßenfesten für ne Kiste Bier. Das bedeutet allerdings nicht, dass der Profi-Musiker nicht weiterhin mit viel Herzblut seine Musik liebt)
    Ich schaue mit Spannung auf die großen 10-20 Buchblogger, die wohl gefühlt bald einen Entwicklungsschritt machen werden und auf die Reaktion der Szene.
    Liebe Grüße
    Mareike

  27. Mir geht es ähnlich wie Dir. Ich empfinde meinen Blog auch eher als Hobby und glaube, dass Bezahlung für Rezensionen erstens dieses Hobby zerstört (Pflichtgefühl und so) und zweitens auch die Blogger-Landschaft zu ihren Ungunsten verändern würde.

    Ich habe selbst etwas zum Thema geschrieben. Die wichtigsten Punkte dabei waren mir

    – Neutralität (die verloren ginge, aus den von Dir genannten Gründen)

    – Zeitpläne (Abgabetermine wären die logische Konsequenz aus einem professionellen Verhältnis)

    – Genre (die freie Wahl würde irgendwann durch ein "Ey … kannst Du nicht auch das hier auf Deine Site pappen?" ersetzt. Brrr.)

    – Einen zweiten Job brauche ich nicht (Hobby VS professioneller Journalismus)

    und

    – Die Vielfalt leidet (Große Verlage – kleines Budget. Kleine Verlage – gar kein Budget)

    Ich stimme Dir also zu. Allerdings ist mir bewusst, dass es andererseits auch Gegenargumente gibt, die durchaus verständlich sind. Bisher habe ich es jedoch immer so gesehen, dass das Bezahlen für solche Tätigkeiten (Zeitungs-) Journalisten vorbehalten bleibt. Wer sich in das Feld vorwagen möchte, der verließe vermutlich das Feld der Blogger und wechselte zu einem (vielleicht selbst gegründeten) Magazin. Dort gibt es Werbung, von der man lebt.

    Knifflig, knifflig, knifflig. 😀

    (Mein Artikel: http://www.dersinn.net/meine-top-5-gruende-dafuer-kein-geld-von-verlagen-zu-verlangen/)

  28. In Deinen ersten Kommentar, im ersten Abschnitt, ging es aber hauptsächlich eben um die Rezension von Bücher und dass der Wert des Buches nicht im Verhältnis zum Aufwand steht.

    Ich gehe auch vollkommen mit Dir mit, dass wenn ein Verlag sagen würde, dass man das Buch dann bitte auch noch 5 mal die Woche bei Instagramm und bei Twitter posten soll, er dann dafür auch eine Gegenleistung erbringen kann.

    Aber meiner Meinung nach eben nicht nur für die Rezension.

    Bei Blogtouren kann ich nicht wirklich mitreden, den Aufwand stell ich mir schon sehr groß vor, aber ich habe selbst noch keine gemacht und nur nebenbei mal ein oder zwei verfolgt. Da stellt sich mir nun mal die Frage, kommt bei einer Blogtour der Verlag auf den Blogger zu und fragt ob man nicht eine machen könnte? Wenn ja, hat man denn schon mal gefragt, was man dafür dann erhalten könnt? In den Podcast habe ich halt auch raus gehört, das die beiden Verlage die anwesend waren, dass ja Grundsächlich nicht abgelehnt haben.

    Die Internetseite schau ich mich morgen gerne einmal an. Denn jetzt wünsch ich erstmal allen eine Gute Nacht ….

    LG
    die Yvi

  29. Hallo Mareike,

    ich mache es kurz, ich kann dir einfach in jedem Punkt zustimmen.
    Wir Buchblogger verkaufen uns definitiv viel zu weit unter Wert. Wir sind einfach das super billige Marketinginstrument der Verlage und wir sind auch noch so naiv, um da Stolz drauf zu sein *Kopfschttel*.
    Außerdem finde ich die Betrachtung der ganzen Beiträge, die lediglich auf die Bezahlung von Rezensionsexemplaren eingehen viel zu einseitig. Das Konzept wurde bei den Bloggersessions besprochen, ja, aber auch dort wurde es mehr oder weniger verworfen weshalb ich den großen Aufschrei im Bezug auf dieses Thema nicht verstehe.
    Es ging bei der Session doch viel mehr um die allgemeine Professionalisierung der Buchblogszene und Möglichkeiten, mit einzelnen Beiträgen Geld zu verdienen. Es ging dabei kaum um RE's sondern viel mehr um gezielte Beiträge zum BLogmarketing, seien es Blogtouren o.ä.
    Das wird anscheinend hier und in anderen Beiträgen komplett ignoriert oder man hat die Session nicht richtig verfolgt und das finde ich schade…
    Toll, dass wir einer Meinung sind und es anders sehen, als viele, die das Thema nur einseitig betrachten…

    Liebe Grüße

    Philip

    Meine Streitschrift zu diesem Thema ist übrigens auf meinem Blog nachzulesen, falls wer mag 😉
    Spielwiese Buchblog?! // Professionalisierung und Monetarisierung von Blogs

  30. Hallo Yvi,

    ich habe von dieser Diskussion bislang noch gar nichts mitbekommen. Als ich deinen Artikel gelesen habe, war ich also doch ziemlich geschockt. Ich kann deine Worte so unterschreiben. Auch ich würde niemals für eine Rezension Geld haben wollen. Und auch ich sehe die Vergabe von Rezensionsexemplaren schon als Lohn genug. Auch sehe ich – wieder mal genau wie du – ein Risiko darin, dass die Meinungen nicht mehr objektiv abgegeben werden.
    Wenn ich bei Amazon und Co meine Buchwahl anhand von Lesermeinungen treffe, möchte ich aber schon eine ehrliche Aussage dort vorfinden, damit ich mir ein Bild machen kann, ob das Buch etwas für mich ist oder nicht.

    Ganz liebe Grüße Tanja

    PS: Dein Blog gefällt mir sehr und ich habe mich als bleibende Leserin vermerkt :o)))

  31. Ich klinke mich mal hier bei Lena ein, da ich bei ihr in vielen Punkten übereinstimme und einen dicken Punkt mal ausradieren möchte: Keiner!!! will für seine Kritiken bezahlt werden. Dieser Punkt wurde in den Podiumsdiskussionen, die ich gehört habe, immer wieder korrigiert bzw erwähnt. Wir sind keinen studierten Journalisten, die mit dem geschriebenem Wort ihr Geld verdienen, aber wir sind wichtige Informationsträger im Land der Dichter und Denker, wo das geschriebene Wort seit Jahrzehnten tief verwurzelt ist.
    Und dafür sollten wir uns stärken, uns nicht als kleine Buchblogger abstempeln. Wir leisten viel mehr!

    Und zu den Klick… jeder fängt ma klein an, das ist für mich kein Argument. Jeder hatte mal nur ein paar 100 Besucher und hat durch richtige Kontakte sich "hochgearbeitet" so manch booktuber/blogger ist durchaus auf einem guten Weg dorthin!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.