#Rezension – Bienensterben

von Lisa O`Donnell

Verlag: Dumont Verlag

7,99 Euro (Ebook)
320 Seiten , Originaltitel: The Death of Bees
Erscheinungstag: 04.10.2013
ISBN 978-3-8321-8756-9

Inhalt Quelle Verlagsseite:

Heute ist Weihnachten. Heute hab ich Geburtstag. Heute werd ich fünfzehn. Heute hab ich meine Eltern im Garten begraben. Geliebt wurden sie beide nicht.

»Unglaublich spannend. Da stockt einem der Atem.«
CHRISTINE WESTERMANN

Heiligabend in Glasgow: Die fünfzehnjährige Marnie und ihre kleine Schwester Nelly haben gerade ihre toten Eltern im Garten vergraben. Niemand sonst weiß, dass sie da liegen und wie sie dahin gekommen sind. Und die Geschwister werden es niemandem sagen. Irgendwie müssen sie jetzt allein über die Runden kommen, doch allzu viel Geld verdient Marnie als Gelegenheits-Dealerin nicht. So ist es ihnen ganz recht, als ihr alter Nachbar Lennie, stadtbekannter (vermeintlicher) Perversling, sich plötzlich für sie interessiert. Lennie merkt bald, dass die Mädchen seine Hilfe brauchen. Er nimmt sich ihrer an und gibt ihnen so etwas wie ein Zuhause. Als die Leute jedoch beginnen, Fragen zu stellen, zeigen sich erste Risse in Marnies und Nellys Lügengebäude, und es kommen erschütternde Details aus ihrem Familienleben zum Vorschein, was ihre Lage nur noch komplizierter macht.
Mit schnörkelloser Präzision, großem Einfühlungsvermögen und finsterem Humor erzählt Lisa O’Donnell die verstörend komische Geschichte dreier verlorener Seelen, die für sich selbst keine Verantwortung tragen können, aber füreinander bedingungslos einstehen.

Meine Meinung:

Der Schreibstil war einfach toll. Für mich las sich das Buch sehr flüssig. Ich bin aber auch ein Fan von kurzen präzisen, aussagekräftigen Sätzen. Also wer hier lange detaillierte Schachtelsätze mag, ist bei diesem Buch definitiv falsch.

Die Sprache ist auch sehr umgangssprachlich und teilweise sehr vulgär und grob. Es wird nichts beschönigt sondern alles direkt und klar formuliert. Aber dies passt einfach zur Geschichte und zu den Charakteren und lässt dadurch beides sehr authentisch wirken.

Der Autor lässt uns hier die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Nelly (12), Marnie (15) und Lennie (ca. 70) verfolgen. Auch das fand ich sehr gut, weil es dadurch an keiner Stelle langweilig oder gar langweilig war.

Die Charaktere waren alle sehr gut ausgearbeitet und man konnte die Emotionen und Handlungen sehr gut nachempfinden.

Die Geschichte ist echt krass und definitiv nichts für zartbesaitete. Es beginnt sehr rasant und spannend. Dennoch gibt es auch ruhigere Passagen in dem Buch, die dennoch nichts an Spannung verlieren.

Das Buch war an keiner Stelle vorhersehbar und konnte mich durchweg überraschen. Auch das Ende hätte ich so niemals vermutet.

Fazit: Ein sehr gelungener aber auch krasser Roman, der zum nachdenken anregt.

3 thoughts on “#Rezension – Bienensterben”

  1. Huhu Yvi!

    Das Buch hatte ich so gar nicht aufm Plan. Find das Cover zwar ansprechend, aber den Klappentext nicht. Aber wenn das echt alles so spannend ist und auch mal grobe Sprache (find ich ja auch oft einfach mal passender oder realistischer, "alltagstauglicher" etc) verwendet wird, dann guck ich mir das Mal im Buchhandel genauer an.^^

    Schönen Abend noch!
    Rebecca
    http://book-a-loo.blogspot.de/

  2. Hi Yvi,
    ich fand jetzt schon den Klappentext recht gruselig und deine Rezi hat es nun engültig geschafft, dass das Buch auf meiner Wunschliste landet.
    Danke für Deine Rezension 🙂
    Liebe Grüße
    Ela

  3. Hallo,

    vielen Dank für eure beiden Kommentare. Ja einfach mal in der Buchhandlung reinlesen, entweder man mag es auf anhieb, oder eben nicht 😉

    Mir hat es super …… gefallen und mich auch teilweise sprachlos gemacht, weil ich denke , dass es tatsächlich so etwas gibt auf der Welt. Also jetzt nicht unbedingt mit den Leichen aber das ganze drum rum 😉

    LG
    die Yvi

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