#Rezension – Anna und der Schwalbenmann

von Gavriel Savit

Verlag: cbt Verlag

€ 16,99 [D] 
€ 17,50 [A] | CHF 22,90* 
(* empf. VK-Preis)
Gebundenes Buch mit SchutzumschlagISBN: 978-3-570-16404-4
Originaltitel: Anna and the Swallow Man
Originalverlag: Knopf / RH US
NEU 
Erschienen: 29.02.2016
eBook (epub)ISBN: 978-3-641-16696-0 € 13,99 [D] 
Inhalt Quelle Verlagsseite:

Krakau, 1939. Anna ist noch ein Kind, als die Deutschen ihren Vater mitnehmen, einen jüdischen Intellektuellen. Sie versteht nicht, warum. Sie versteht nur, dass sie allein zurückbleibt. Und dann trifft Anna den Schwalbenmann. Geheimnisvoll ist er, charismatisch und klug, und ebenso wie ihr Vater kann er faszinierend viele Sprachen sprechen. Er kann Vogellaute imitieren und eine Schwalbe für sie anlocken. Und er kann überleben – in einer Welt, in der plötzlich alles voller tödlicher Feindseligkeit zu sein scheint. Anna schließt sich dem Schwalbenmann an, lernt von ihm, wie man jenseits der Städte wandert, sich im Wald ernährt und verbirgt. Wie man dem Tod entkommt, um das Leben zu bewahren. Aber in einer Welt, die am Abgrund steht, kann alles gefährlich werden. Auch der Schwalbenmann.
„Der Roman, klug und konsequent konstruiert, macht die Möglichkeit neuen Erzählens vor: Die Sprache des Überlebens ist selten brachial, vielmehr poetisch.“
Süddeutsche Zeitung (01.04.2016)

Meine Meinung:
Heute fange ich mal mit einer kleinen Geschichte an. Dieses Buch war ein Spontankauf. Ich bin eigentlich nicht so der Kriegsgeschichten-Leser, aber dieses Buch war wirklich großartig. Ich habe mich wirklich spontan dafür entschieden, weil ich einfach mal aus meinen „typischen“ Genre raus wollte. Der Krieg steht hier aber auch, meiner Meinung nach, nicht im Vordergrund sondern eher die Geschichte und die Beziehung zwischen einen kleinen Kind und einen Erwachsenen Mann.

Der Schreibstil ist wirklich bezaubernd. Es ist eine sehr bildliche Sprache, die dennoch nicht ausschweifend wirkt. Generell bin ich ja eher der „Fan“ von direkten Aussage und nichts verblümtes etc. aber hier war es einfach grandios. Das lag natürlich vor allem daran, weil unser Protagonistin Anna am Anfang der Geschichte erst 7 Jahre alt ist. Deshalb passte diese bildliche und teilweise poetische Sprache hier sehr gut. 

Besonders überrascht war ich dann, als ich am Ende des Buches las, dass es sich hier um ein Debüt Roman handelt. Ich hatte mir den Autor eher als einen älteren erfahrenen Mann vorgestellt aber genau das Gegenteil ist hier der Fall.

Die Charaktere sind wirklich gut ausgearbeitet, auch wenn vom Schwalbenmann doch nicht alle Geheimnisse gelüftet wurden. Aber genau das hat das Buch sehr spannend gemacht. Zudem werden wir hier auch nicht von Charaktere überschüttet, so dass das ganze doch recht übersichtlich bleibt und man alles gut auf sich wirken lassen kann.

Auch die Geschehnisse und die Orte sind gut beschrieben. Besonders mochte ich auch hier wieder die Sprache in der, der Schwalbenmann den Krieg einer 7 jährigen erklärt. 

Einen Punkt Abzug habe ich jedoch gegeben, weil ich das Ende blöd fand. Es lies mich doch etwas unbefriedigt zurück.

Fazit: Ein sehr märchenhafte, etwas andere Kriegsgeschichte die verzaubert.


Schaut euch auch mal die Rezension hier an 😉


5 thoughts on “#Rezension – Anna und der Schwalbenmann”

  1. Liebe Anna
    bei dieser Schatzperle hast du echt recht, es ist ein ganz besonderes Buch.
    Ich hab zwar nur das Hörbuch dazu gehört, dennoch ist diese Geschichte wirklich toll.
    Ich wünsch dir noch viel mehr solcher Schatzperlen.
    Lieben Gruß Nicole

  2. Guten Abend,
    ich glaube, dass du hier wirklich einen kleinen Schatz vorstellst. Deine Rezension macht Lust auf das Buch. Da es im cbt Verlag erschienen ist, nehme ich an, dass es sich eher um ein Jugendbuch handelt, oder?
    LG
    Yvonne
    #litnetzwerk

  3. Dieses Buch hätte perfekt in meinen letzten Beitrag gepasst. Ich muss sie immer wieder lesen – Geschichten um die Thematik Krieg. Das es dieses Buch gibt wusste ich nicht aber Du hast mich mit Deiner Rezension dafür begeistert.
    WuLi – es tut mir leid aber das Buch muss dabei
    Liebe Grüße
    Kerstin Kasin

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