#Rezension – Tag Vier

von Sarah Lotz

Verlag: Goldmann Verlag

Bei Lotta von http://www.lottasbuecher.de/ durfte ich an einer „analogen Leserunde“ teilnehmen. Das bedeutet, es wurden Kommentare direkt ins Buch geschrieben. Vielen Danke nochmal für die tolle Aktion! Ein ausführlichen Bericht und somit auch viele verschiedene Meinungen zu diesem Buch werdet Ihr dann natürlich auch auf Lottas Seite finden, sobald das Buch wieder bei Ihr zurück ist. Ich war die Erste bei diesem Buch, die reinschreiben durfte.
DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Originaltitel: Day Four
Originalverlag: Hodder & Stoughton
Paperback, Klappenbroschur, 448 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-442-31417-1
€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Goldmann
Erschienen: 18.04.2016
Inhalt Quelle Verlagsseite:
Drei Tage im Paradies, aber am vierten bricht die Hölle los.
Am vierten Tag einer Kreuzfahrt durch den Golf von Mexiko hält das betagte Schiff „Beautiful Dreamer” plötzlich und unerwartet an. Die Maschinen lassen sich nicht wieder starten, es gibt keinen Strom, keinen Funkempfang, und weder Passagiere noch Crew-Mitglieder können Rettung anfordern. Als die Situation sich verschlimmert und das Essen sich dem Ende neigt, beginnt die Besatzung unruhig zu werden. Und dann wird noch die Leiche einer jungen Frau in ihrer Kabine entdeckt, Panik bricht aus. An Bord hält sich ein Mörder auf – aber das ist noch nicht alles: Merkwürdige Dinge geschehen, und bald wünschten alle, es wäre nur ein Mörder, der unter ihnen ist.
Meine Meinung:

Der Schreibstil war O.K. konnte mich jetzt aber nicht vom Hocker reißen. Es gab zwar keine Schachtelsätze, dafür jedoch öfters Wiederholungen.

Die einzelnen Kapitel sind jeweils immer in Personen und Geschehnissen eingeteilt. Der Einstieg ins Buch ist mir doch Recht schwer gefallen, da wir am Anfang so unglaublich viele Personen kennen lernen. Nach anfänglicher Verwirrung konnte ich diese dann aber irgendwann tatsächlich auseinanderhallten. Die Personen waren alle sehr unterschiedlich, was die Geschichte sehr Facettenreich machte. 

Was mich jedoch gestört hat, dass alle Charakter, die eine Rolle spielten irgendeine „größere“ negative Seite oder eine Art „Macke“ hatte. Da wäre z.Bsp. jemand der Geister sieht, jemand der Drogen nimmt, jemand der Selbstmord begehen will, jemand der ungewollt Schwanger ist, ein Macho der mit jedem Mädel schläft, die Chefin die total arrogant ist, jemand der eine Art Flüchtling ist, ein ehemalige Polizist, nicht zu vergessen die ganzen Reichen und Schönen die in diesem Buch ausnahmslos alle schlecht dargestellt werden. Dadurch schwamm jedoch alles nur an der Oberfläche. Ich konnte mich hier in keinen der Charaktere hineinversetzten, geschweige denn dass ich jemanden sympatisch fand. Auf mich wirkte das alles zu gewollt, zu vollgestopft mit den „besonderen“ Charakteren.

Die Idee der Geschichte und auch die Geister die auf den Schiff auftauchen fand ich eigentlich gar nicht so schlecht. Jedoch war die Geschichte um die Geister einfach zu lahm. Diese Geister tauchen einfach nur auf und es passiert im Endeffekt nichts. Ich habe mich weder gegruselt noch kam hier Spannung auf und das ist eigentlich das wichtigste an einem Thriller.

Desweiteren ist ja nach dem Klappentext schon klar, dass es eine Leiche gibt. Aber auch die Geschichte darum ist einfach hohl. Man weiß hier sofort wer es war, null Spannung. 

Dann die ständigen Wiederholungen, immer wieder wird beschrieben, wie sehr es stinkt weil die Toiletten übergelaufen sind. Immer wieder wird von Erbrochenen und schlechten Gerüchen geschrieben. Ich dachte mir irgendwann einfach nur “ Mein Gott, ich weiß es doch nun, es stinkt auf den unteren Decks.“ Für mic einfach sinnlose Lückenfüller.

Trotzdem hatte das Buch auch seine guten Seiten. Wirklich gut haben mir die eingebauten Gedanken gefallen, die man zwischen den Dialogen lesen konnte. Gerade bei Gesprächen zwischen Bediensteten und Vorgesetzten, da konnte ich dann doch so einiges nachvollziehen. Vor allem das man eigentlich das „Eine“ denkt aber was ganz anderes ausspricht.

Desweiteren fand ich den Blogeintrag den es ab und zu gab sehr toll. Das war einfach noch mal so eine kleine Zusammenfassung die aber spritziger formuliert war.

Die letzten 60 Seiten haben dann auch nochmal zu einem Stern mehr geführt, denn hier haben wir Texte in Interview Form, die das Geschehen ebenfalls zusammenfassen, jedoch spannender formuliert.
Fazit: Der Hauptteil des Buches war sehr langatmig und spannungslos, der Anfang und das Ende war am besten.

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