#Rezension – Maresi – Das Lied der Insel

von Maria Turtschaninoff

Verlag: heyne

vielen Dank für das Rezensionsexemplar

€ 12,99 [D] 
€ 13,40 [A] | CHF 17,90* 
(* empf. VK-Preis)
Paperback, KlappenbroschurISBN: 978-3-453-31699-7
Erschienen: 09.05.2016 
Inhalt Quelle Verlagsseite:
In einer Welt, in der Mädchen keine Rechte haben, erscheint eine Insel, auf der nur Frauen leben und dort die Mythen der Göttin studieren, wie ein Märchen. Für die junge Maresi ist dieser Traum Wirklichkeit geworden: Sie ist bereits seit vier Jahren als Novizin auf der Insel und damit in Sicherheit. Bis eines Tages Jai – helles, wildes Haar, vor Schmutz starrende Kleider und Narben auf dem Rücken – einem Boot entsteigt. Sie sucht Schutz vor schrecklicher Gefahr und unvorstellbarer Grausamkeit. Doch als Jais Verfolger in der Roten Abtei auftauchen, muss Maresi über sich selbst hinauswachsen, um sich, Jai und ihr Zuhause zu retten …
Meine Meinung:

Bedauerlicherweise hat mir dieses Buch nicht gefallen. Ich fand es es so unfassbar langweilig. 

Das lag zum einem an dem Schreibstil. Wir erfahren die Geschichte hier aus der Ich-Perspektive, was erstmal gar nicht schlecht ist, jedoch ist die Protagonistin circa 13 Jahre alt und genau so klangen für mich auch die schirr endlosen Beschreibungen. 

Genau diese Beschreibungen waren auch mein Hauptproblem. Es kam mir eigentlich nur vor, wie eine Aufzählungen alle der Dinge, wie die Insel aussieht, wie die Rituale sind und von Türen. Mal ganz ehrlich, hier wurde ja fast jede Tür im Detail beschrieben, das fand ich wirklich anstrengend zu lesen.

Ich meine Rituale sind grundsätzlich schon mein Ding und ich finde diese auch wirklich spannend aber hier hat es mir an Kreativität gefehlt und auch an Logik. Um einfach mal ein Beispiel zu nennen, wäre da die Szene, wo sich fremde Schiffe der Insel nähern.
Die Frauen der Insel gehen daraufhin in Haus x und flechten sich die Haare (ja und auch das wird sehr genau beschrieben) und dann gehen sie alle ins Haus y, wo Ihnen gesagt wird, dass sie sich die Haare aufmachen sollen und diese mit einen Kupfernen Kamm kämmen, worauf hin das etwas „magisches“ passiert. Mal ganz ehrlich, was soll sowas? Warum lässt man die Personen die Haare flechten und beschreibt es ausführlich um dann eine Seite weiter diese wieder zu öffnen. Das ist für mich so sinnloses Lückenfüllen, die den „Höhepunkt“ herauszögern und mir die Lust am Lesen verderben. Wohlgemerkt hat dieses Buch nur 230 Seiten, aber dennoch habe ich gefühlt ewig gebraucht. 

Grundsätzlich habe ich auch nichts gegen detaillierte Beschreibungen aber um meinen Geschmack zu treffen, müssen Sie in spannenden Szenen verpackt sein. Dies war eben nicht der Fall. Die wenigen spannenden Szenen konnte ich in diesem Buch an einer Hand abzählen.

Auch diese Szenen wurden dann teilweise mit sinnlosen Beschreibungen gefüllt. Um einfach noch ein zweites Beispiel zu nennen. 
Wir kommen dann auf den letzten 60 Seiten des Buches doch zu einer spannenden Szene. In dieser Szene wird der Vater von Jai beschrieben, also das er mit seinen blonde auffälligen gepflegten Locken aus der Masse her raus sticht. Ein paar Seiten weiter wird mit nahezu den gleichen Beschreibungen „blonde Locken etc..“ wieder ein Mann beschrieben der vor einer Tür steht. Ok, dachte ich mir, ist das jetzt noch jemand der so aussieht oder der Vater. Es war natürlich der Vater gemeint. 2 Seiten weiter, wird beschrieben wie jemand „der blonde Locken hat etc…“ einen Raum betritt. Und nun ratet mal wer das war. Natürlich Jais Vater. Warum schreibt man denn nicht einfach Jais Vater betritt den Raum? Ich versteh das einfach nicht. Das behindert meinen Lesefluss, gerade weil es in einer eigentlich Spannenden Szene passiert. Ich such auch wirklich nicht nach Fehlern, aber in meinen Kopf denke ich dann darüber nach, wer denn da den Raum betritt. Denn vom Vater wissen wir ja nun wie er aussieht und er wurde beschrieben. Wenn dann jemand wieder beschrieben wird, gehe ich davon aus, dass es nicht wieder der Selbe sein kann. 

 Ich fand das wirklich schade, weil ich die Charaktere und deren frühere Geschichten, bevor sie auf die Insel kamen, wirklich sehr gut finde. Es war von der Grundidee sehr gut nur eben schlecht verpackt. Auch fand ich die Freundschaft zwischen Maresi und Jai einfach super und zeigt, dass ein Buch auch mal ohne Liebesgeschichte sondern mit echter Freundschaft auskommen kann, wenn die Langatmigkeit nicht gewesen wäre. Es passiert einfach zu wenig. 

Fazit: Wirklich ein sehr ruhiges Buch, den es für meinen Geschmack deutlich an Spannung fehlt.


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