#Rezension – Das Mädchen mit den Smaragdaugen

 

von Carla Montera

erschienen im blanvalet Verlag

€ 9,99 [D] inkl. MwSt.

Taschenbuch
ISBN: 978-3734102066
Erschienen: 25.08.2014

Inhalt lt. Verlag:

 

Als der Kunsthistorikerin Ana García Brest ein alter Brief in die Hände fällt, ahnt sie nicht, dass er sie auf die Spur eines sensationellen Kunstfundes führen wird – und der Geschichte einer unglaublichen Liebe. Frankreich, 1942. Die junge Sarah Bauer entkommt als Einzige der Deportation ihrer Familie. Auf ihrer Flucht trägt sie einen Mantel, unter dem sie ein geheimnisvolles Bild verbirgt. Doch SS-Sturmbannführer Georg von Bergheim soll das Gemälde in seinen Besitz bringen und wird nicht ruhen, bis er es gefunden hat. Er ist Sarahs größter Feind – und bald ihre einzige Rettung …

Meine Meinung:

Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll. Der Schreibstil ist sehr gut aber für mich gab es an manchen Stellen einfach zu viele „überflüssige“ Beschreibungen. Um mal ein Beispiel zu nennen, es gab eine Szene im Buch, da wurde das komplette Frühstück aufgezählt, was an dieser Stelle keineswegs erforderlich gewesen wäre, da der Fokus der Geschichte nichts mit dem Frühstück zu tun hat. Ich verstehe in solchen Beschreibungen den Sinn einfach nicht und es nervt mich dann einfach nur. Wenn sowas an den Beginn eines Buches kommt, kann ich es durchaus gut finden um vielleicht die Familiäre Situation zu verdeutlichen, oder den Reichtum der Familie, aber in diesen Buch an dieser Stelle einfach überflüssig. Von solchen Beschreibungen gab es zu Ende des Buches leider mehrere Situationen, die für mich nur als „hinhalten“ wahrgenommen wurden.

Bevor ich an dieser Stelle die Charaktere Beschreibe muss ich erstmal allgemein sagen, dass das Buch 2 Handlungen hat. Die kann man den Klappentext auch schon entnehmen. Wir haben einmal die Geschichte der Kunsthistorikerin Ana die 2010/2011 spielt und einmal die Geschichte von Sarah Bauer die im 2. Weltkrieg spielt. Dabei lesen wir abwechselt so circa jeweils 2-3 Kapitel aus der jeweiligen Sicht. Wenn ich hier ein Buch gelesen hätte, die sich nur um die Geschichte der Sarah Bauer handelt, hätte das Buch von mir sicher 4 oder 5 Sterne bekommen. Diese Geschichte war wirklich spannend, rührend, erschreckend und sehr emotional. Sie konnte mich richtig fesseln. Im Großen Kontrast steht hier jedoch die Geschichte um Ana, die das ganze leider für mich kaputt gemacht hat.

Ana ist ja mindestens schon 27 oder 28 Jahre alt und verhält sich aber aus meiner Sicht wie ein Teenager. Ich kann Ihr Verhalten nicht nachvollziehen und schon gar nicht die Beziehung zu Konrad. So wie die Autorin die Entscheidungen und Handlungen darstellt wirkt sie auf mich naiv und unterwürfig. Ich denke aber nicht, dass dies so gewollt ist, da bei den Beschreibungen des Charakters die Betonung immer darauf lag, dass die eine eigenständige und starke Frau ist. Ich habe mal eine schöne Stelle rausgesucht, bei der ich nur die Augen verleihern konnte. Es geht darum, dass Teo (ein Freund von Ana) ihr vorschlägt, die Forschungen zu beenden.

Zitat: „Ich kann nicht, Teo. Wenn ich das tue, dann liebt Konrad mich nicht mehr. Und wenn er mich nicht liebt, dann sterbe ich.“ 

Ich möchte nochmal betonen, es handelt sich hier um eine Erwachsene Frau! Aber es hat mir nicht nur Ana schlecht gefallen sondern eben auch Konrad und Alain. Sie haben von der Autorin bereits von Anfang an einen markanten Stempel aufgedrückt bekommen, wodurch man sofort wusste, wie die weitere Entwicklung und Handlung erfolgen wird. Die Charaktere haben sich nicht groß entwickelt.

Auch hier wieder der Starke Kontrast zur Geschichte um Sarah Bauer. Starke Persönlichkeiten, starke Charaktere tolle Entwicklungen. Genauso ist es auch mit der Handlung bei der Geschichte. Es gibt einen tollen Spannungsaufbau, überraschende Wendungen und eine Geschichte, die einen emotional mitnimmt.

Bei der Geschichte von Ana gibt es am Anfang auch einen tollen Spannungsaufbau, aber es zieht sich dann irgendwie alles so. Es kam mir vor als drehten sie sich ständig eben nur im Kreis. Zudem saßen mir die Charakter viel zu oft rum und redeten immer wieder um das selbe. Als dann mal wirklich etwas „actionreiches“ passierte, konnte ich wieder nur die Augen verleihern. Kein normaler Mensch, mit gesunden Menschenverstand hätte sich so entschieden wie Ana. Dadurch wirkte es einfach unrealistisch und konstruiert. So als müsste die Autorin nun mal ein bisschen „Schwung“ in die Geschichte bringen.

Genauso schlecht fand ich auch das Ende, wie sich alles zusammenfügt und wie alles zusammenhängt. Das war wieder mal alles ein so großer Zufall, dass es auf mich sehr unrealistisch und gewollt wirkte. Alles so mega konstruiert  und vor allem vorhersehbar.

Fazit: Leider konnte mich diese Geschichte nur zu 20% überzeugen. Das ist einfach zu wenig.

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