#Rezension – Smoke

von Dan Vyleta

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an carls´sbooks

  • DEUTSCHE ERSTAUSGABE
    Originalverlag: Doubleday, New York 2016

    Paperback, Klappenbroschur, 624 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
    ISBN: 978-3-570-58568-9
    € 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 22,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
    Verlag: carl’s books
    Erschienen: 13.03.2017

Inhalt: (AngabeVerlagsseite)

Wie sähe eine Welt aus, in der jede Sünde, jeder dunkle Gedanke sichtbar wäre? Smoke entführt den Leser in ein England vor hundert Jahren, in dem jede Verfehlung mit Rauch bestraft wird, der dem Körper entweicht. Auch Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, werden immer wieder durch Rauch-Attacken gebrandmarkt, wenn sie den strengen Schulregeln nicht genügen. Doch dann finden sie – fast zufällig – heraus, dass die Gesetze des Rauchs längst nicht für alle gelten. Wieso gibt es böse Menschen, die nicht von Ruß befleckt sind? Und welche Rolle spielt der Rauch bei den sozialen und politischen Umbrüchen ihrer Zeit? Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich die Freunde auf eine dramatische Reise voller riskanter Abenteuer und düsterer Intrigen und rufen damit schon bald mächtige Feinde auf den Plan …

Smoke ist ein sprachmächtiger, überbordend einfallsreicher Roman und zugleich eine kluge Parabel, die facettenreich die existenziellen Fragen nach Macht und Moral, Wahrheit und Lüge, Gut und Böse beleuchtet.

Meine Meinung:

Wie immer fange ich mit den Schreibstil an. Dieser war aber bei diesem Buch eben mein Problem. Für meinen Geschmack beschreibt der Autor einfach zu viele Details, dadurch wirkte das Buch oft sehr langatmig. Auch die Schreibweise und Ausdrucksweise wirkte auf mich eher altbacken. Dennoch oder gerade wegen der vielen Details konnte man sich natürlich gleich in die Geschehnisse und die Umgebung hineinversetzten. Auch die Charaktere wurden einen genau beschrieben und man konnte sich ein gutes Bild machen.

Die Geschichte war am Anfang sehr spannend, jedoch lies das im Laufe des Buches immer mehr nach. Ich hatte einfach irgendwann genug von dem „drumrum“ Gerede, den Methapern und den 1000 Beispielen. Dadurch war ich leicht genervt und konnte mich auch auf die eigentliche Geschichte nicht mehr wirklich einlassen. 

Die Grundidee mit dem Rauch fand ich wirklich super und sehr kreativ. Aber es war nicht bis zum Ende durchdacht. Zum einen waren manche Sachen einfach unlogisch, nicht nachvollziehbar und am Ende unvollendet. Auch am Ende des Buches hätte ich mir noch eine „Aufklärung“ gewünscht. Ich habe einfach noch ein paar unbeantwortete Fragen in meinen Kopf. Den Genremix fand ich durchaus gelungen. 

Was mir auch noch besonders gut gefiel, war die besondere Beziehung der beiden Jungs. Diese Freundschaft war einfach sehr gut nachvollziehbar und greifbar. Die Lovestory hingegen konnte mich mal wieder nur zum „Haare raufen“ bringen. Eine Dreiecksbeziehung hätte das Buch einfach nicht gebraucht. Das macht es für mich wieder so gewollt „mainstream“. Das wirkte auf mich einfach fehl am Platz.

Fazit: Grundidee gut, jedoch nicht bis zum Ende durchdacht.

4 Gedanken zu „#Rezension – Smoke

  1. Hallo Yvi,
    vielen Dank für die schöne rezension. „Smoke“ wird bei mir als nächstes gelesen, sobald ich mein aktuelle Buch beendet habe.
    Ich bin schon ganz gespannt, wie es mir gefällt.
    Viele liebe Grüße
    Nicole

  2. Puh, jetzt bin ich irgendwie froh, dass ich das Buch noch nicht habe. Ich finde den Trailer total berührend und die Idee klingt super. Ich finde es immer total doof, wenn ein Buch so toll wirkt und am Ende nicht besonders gut geschrieben ist.

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